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Grundlagen für Stromer verbessern sich zunehmend

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Ohne ausreichend Strom und ohne Batteriezellen gibt es keine Elektromobilität. Beide Voraussetzungen sind aber geschaffen bzw. werden derzeit geschaffen. Die äußeren Faktoren stimmen, jetzt ist der Kunde gefragt.

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(Bild: Renault)

Die Nachfrage nach Elektroautos ist weiter verhalten – der Energieverband BDEW will nun mit einem bundesweiten Aktionstag für die Elektromobilität werben. Dabei solle auch mit Vorurteilen aufgeräumt werden, meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. So werde oft behauptet, es gebe nicht genug Strom für eine große Anzahl von E-Autos. Das Gegenteil sei richtig, so der Verband. E-Autos seien sehr effizient. Bundesweit beteiligen sich mehr als 60 Energieversorger an dem Aktionstag am Freitag und Samstag.

Eon-Chef Johannes Teyssen erklärte, als größter deutscher Netzbetreiber trage Eon eine besondere Verantwortung, damit der Umstieg auf Elektromobilität gelinge. Der Konzern sei selbst auf rasant steigende Neuzulassungen gut vorbereitet. „An unseren Stromnetzen wird die Elektromobilität sicher nicht scheitern.“

Eine neue repräsentative BDEW-Umfrage zeigt laut Verband, dass nur knapp 25 Prozent der Befragten erwarten, dass Elektroautos innerhalb der nächsten 5 Jahre zum normalen Straßenbild gehören werden. Es könnten sich aber immerhin fast 25 Prozent vorstellen, innerhalb der nächsten 5 Jahre ein Elektroauto zu kaufen. Der BDEW betonte, die Zahl der Ladesäulen für E-Autos steige stetig.

Im ersten Halbjahr 2019 stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos deutlich. Die Zahl der neu zugelassenen Hybridautos erhöhte sich nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes um fast 70 Prozent auf rund 103.000 Fahrzeuge. Die Zahl der reinen E-Autos wuchs um 80 Prozent auf rund 31.000 Wagen.

Zweiter europäischer Batterieverband entsteht

Damit die Autos den Strom speichern können, brauchen die Autobauer Batteriezellen. Deren Fertigung in Europa kommt laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nun voran. Neun europäische Staaten beschlossen am Mittwoch das Arbeitsprogramm für einen zweiten europäischen Batterieverbund, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ darüber gesprochen. Welche Firmen in dem Konsortium dabei sind, war zunächst nicht bekannt.

Altmaier erklärte, innerhalb eines Jahres sei es gelungen, zwei europäische Großprojekte zur Batteriezellfertigung auf das Gleis zu setzen. Die Projekte sollen als „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) realisiert werden. Deutsche Unternehmen spielten in beiden Projekten eine tragende Rolle, hieß es. Das Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit einer Milliarde Euro.

In einem ersten Verbund, einem deutsch-französischen Konsortium, ist auch Opel dabei, wie bereits bekannt war. Weitere Partner sind die Opel-Muttergesellschaft PSA und der französische Batteriehersteller Saft.

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