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Handel: Jeder zweite Betrieb erwartet 2020 ein Umsatzplus

Autor: Martin Achter

Das vergangene Jahr lief aus Sicht vieler Autohäuser gut. Höhere Verkaufszahlen waren laut einer Umfrage nur ein Grund für die positive Stimmung. Und allen dunklen Konjunkturwolken am Himmel zum Trotz rechnet auch 2020 jeder zweite Betrieb damit, nicht zu verlieren, sondern sogar noch einen oben drauf setzen zu können.

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(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Jedes zweite Autohaus will 2020 sein Umsatzniveau halten oder steigern. 50,3 Prozent der Betriebe rechnen mit gleichbleibenden oder steigenden Erlösen, wie aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Puls im Auftrag der Onlinebörse Mobile.de hervorgeht. Allerdings wagen auch rund 30 Prozent keine Prognose für 2020.

Das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2019 bewerten viele Händler als gut. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten erreichten ihre Umsatzziele oder übertrafen diese. Das entspricht einem Zuwachs um mehr als 25 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorjahresumfrage.

Grund für diese gute Entwicklung ist, dass das Vertriebsgeschäft 2019 für viele Autohäuser so gut lief wie seit Jahren nicht. So erreichte beispielsweise die Zahl der Neuzulassungen im vergangenen Jahr mit 3,6 Millionen Fahrzeugen ein Volumen, wie es die Branche seit 2009 – dem Jahr der Abwrackprämie – nicht mehr gesehen hatte.

Die Umfrageergebnisse zeigen aber auch, dass aktuell eine hohe Verunsicherung im Markt angesichts der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung besteht. Verschiedene Branchenakteure erwarten für 2020 für den Fahrzeughandel ein schrumpfendes Geschäft. So könnte nach Einschätzung des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Zahl der Neuzulassungen in diesem Jahr um fast ein Zehntel zurückgehen.

Trotzdem bewerten der Umfrage von Puls zufolge viele Händler ihre Wettbewerbsposition aktuell besser als bisher. So fühlen sich knapp 36 Prozent durch ein höheres Verkaufsvolumen gestärkt. Und knapp 52 Prozent sehen sich durch einen verbesserten Kundenservice gut gegenüber der Konkurrenz in der Branche aufgestellt.

Auch Investitionen in Onlinemarketing betrachten Autohäuser als Erfolgsfaktor im Branchenwettbewerb – allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen Händlern im städtischen und im ländlichen Raum. Im urbanen Umfeld glauben rund 44 Prozent der Autohäuser, ihre Wettbewerbsstellung durch entsprechende Ausgaben verbessert zu haben. In ländlichen Gebieten sind es knapp 28 Prozent.

Puls befragte für die Untersuchung rund 400 Autohäuser, die in der Onlinebörse Mobile Fahrzeuge anbieten. Die Umfrage erfolgte Ende November 2019.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«