Hauptuntersuchung: Prüftechnik im Wandel

„Lebensgefahr trotz Prüfplakette?“, so fragte kürzlich ein ZDF-Zoom-Beitrag. Seine Aussage: Die HU ist nicht geeignet, alle Sicherheitsmängel aufzudecken. Was der HU-Adapter kann – und was nicht –, erklärt der VdTÜV.

| Autor: Holger Schweitzer

Mit dem HU-Adapter werden die elektronischen Sicherheitssysteme in Pkws geprüft.
Mit dem HU-Adapter werden die elektronischen Sicherheitssysteme in Pkws geprüft. (Bild: Schweitzer)

Neulich im Abendprogramm des ZDF: Joachim Ottmer blickt von dem Beifahrersitz eines Audi A4 auf eine kurvige Landstraße. Das Auto nähert sich zügig einer Kolonne von fünf Fahrzeugen. Eine Kontrollleuchte zeigt an, dass der Notbremsassistent aktiviert ist. Nun müsste das Assistenzsystem den vorausfahrenden Mini erkennen und den Bremsvorgang einleiten, erklärt der Fahrer, Inhaber einer Kfz-Werkstatt, dem mitfahrenden ZDF-Journalisten. Der Audi fährt allerdings unvermindert weiter: „Das System erkennt ihn nicht. Siehst du das? Wenn ich selbst nichts mache, dann fahre ich ihm drauf!“

Die Erklärung für diese gefährliche Situation, die am 8. November im ZDF-Zoom-Beitrag „Lebensgefahr trotz Prüfplakette?“ gezeigt wurde, war ein verstellter Radarsensor, der beispielsweise aus einem Parkrempler resultieren kann. Diese spezielle Situation wurde allerdings für den TV-Beitrag nachgestellt. In ähnlicher Weise untersuchte Joachim Ottmer auch fehlende Airbags sowie versagende ABS- und ESP-Systeme – immer mit dem gleichen Ergebnis: Derartige Mängel werden derzeit bei der Hauptuntersuchung häufig nicht aufgedeckt, die Fahrzeuge als „sicher“ eingestuft.

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