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Heidenreich bekennt sich zur Region

Autor: Stephan Richter

Marktführer vor Ort, individuelle Kundenveranstaltungen, Rückhalt der Hausbank: So kam das Opel- und Hyundai-Autohaus Heidenreich aus Witzenhausen beim Vertriebs Award 2013 auf den 8. Platz.

Das „Verkauft“-Schild findet sich an vielen Heidenreich-Fahrzeugen.
Das „Verkauft“-Schild findet sich an vielen Heidenreich-Fahrzeugen.
(Foto: Richter)

Vor der „Mausefalle“ herrschen Minusgrade. Aus der Diskothek in Eschwege dringen Klänge bekannter Radiosongs, aus den Mündern der Models weiße Wölkchen. Und was macht das dort ansässige Autohaus Heidenreich? Es lässt den Adam küssen. Dutzende Partybesucher verewigen ihren mit Lippenstift geschminkten Mund auf der Motorhaube des kleinen Stadtwagens aus dem Hause Opel – egal ob Frau, ob Mann, sie alle folgen dem Angebot des Autohändlers, der für diese Aktion ein Apple iPad ausgelobt hat.

„Unsere Präsenz vor der Diskothek in Eschwege kam super bei den jungen Leuten an. Jeder, der das Auto mit rotem Lippenstift abgeknutscht hat, bekam von uns außerdem einen Freiverzehr-Gutschein“, erklärt Geschäftsführer Jörg Heidenreich rückblickend.

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Heranführend zur „Knutscherei“ verteilte das Unternehmen am Valentinstag auf einer festgelegten Route durch die regionalen Fußgängerzonen und Einkaufszentren mehrere hundert Rosen an die Damen und Äpfel an die Herren. Alles im Zeichen der Verführungskünste, die Heidenreich dem Adam nachsagt. „Wir hatten dabei über 600 Kontakte mit potenziellen Kunden. Und bei der iPad-Verlosung haben wir gut 300 Adressen gesammelt“, sagt Heidenreich.

Weitere Adam-Veranstaltungen geplant

Unter dem Titel „Jam in Paradise“ legten Jörg Heidenreich und seine Mitarbeiter den Grundstein für eine dreiteilige Veranstaltungsreihe rund um die Markteinführung des neuen Opel Adam. Es folgen noch „Glam in paradise“ mit einem Model-Contest sowie „Slam in paradise“, bei dem Heidenreich im Sommer zu einer Beachparty einladen möchte.

Es muss aber nicht immer ins Paradies gehen, damit Kunden und andere interessierte Menschen aus dem Region dem Heidenreich-Ruf folgen: Egal ob Angrillen, Oktoberfest oder Baustellen-Rallye: Die Veranstaltungen des Opel- und Hyundai-Händlers mit Hauptsitz im hessischen Witzenhausen erfreuen sich großer Beliebtheit. „Die Händler vor Ort beeinflussen maßgeblich das Image einer Automarke. Das ist ein Grund, warum wir uns so stark in unserer Region engagieren.“

Marktführerschaft in der Region

Und damit ist das Autohaus erfolgreich: Nicht umsonst summiere sich der bereinigte Marktanteil auf über 17 Prozent, sagt ein stolzer Jörg Heidenreich, der sich mit diesen Werten als regionaler Marktführer behauptet. „Wir haben uns klar zu unseren beiden Standorten in Witzenhausen und Eschwege bekannt und 2012 eine halbe Million Euro in die Gebäude und IT gesteckt. Damit geben wir auch ein klares Statement, dass wir zu unseren Marken stehen.“

Und das trotz eines demografischem Wandels im Werra-Meißner-Kreis und schlechten Zukunftsprognosen für die Region. Dass im Autohaus Heidenreich viel Potenzial steckt, habe auch die Hausbank erkannt und Heidenreich zufolge die Umbauten problemlos finanziert. „Was wir 2012 geleistet haben, reicht eigentlich für mehrere Jahre“, erklärt Heidenreich. Neben den Neubauten in Witzenhausen musste der Geschäftsführer nämlich noch eine neue Finanzleitung einarbeiten.

Baustellen-Rallye sorgt für Besucherstrom

Ein Credo der Mitarbeiter lautet: „Wir wollen begeisterte Kunden, die gerne kommen, gerne kaufen und alle Mitarbeiter mögen!“ Dass die Resonanz der Kunden auf einige Aktionen überdurchschnittlich ist, überrascht Heidenreich aber doch ab und an: „Während der Umbauphase hatten wir für die kleinen Besucher eine Baustellen-Rallye im Programm. Einige Kunden waren von 11 bis 16 Uhr im Autohaus, weil ihre Kinder so viel Spaß hatten.“ Für die Eltern hatte Heidenreich gleich mehrere Fahrzeuge zu günstigen „Baustellen-Preisen“ in petto und konnte 25 davon verkaufen.

All das vollzog sich unter dem Motto „Zukunft 12.0“ – ein selbstauferlegtes Konzept, mit dem es dem Unternehmen 2012 gelang, die ein oder andere Vertriebsdelle auszugleichen, die der rückläufige Markt in seiner Region hinterließ. „Wir haben uns gefragt, woher wir kommen und was wir erreichen möchten. Wir möchten auf jeden Fall langfristig agieren und die feste Bindung zu unseren Mitarbeiter, den Kunden und Lieferanten aufrechterhalten.“

(ID:39921970)

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