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Hermann-Gruppe expandiert in Hildesheim

Autor / Redakteur: Stephan Richter / Andreas Grimm

Die Hermann-Gruppe aus dem niedersächsischen Northeim hat den Renault-Standort von Dürkop in Hildesheim übernommen. Geschäftsführer Michael Zimbal hieß die neuen Mitarbeiter bei einem Treffen zum Jahresauftakt willkommen und präsentierte die Zielvorgaben für 2020.

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Michael Zimbal, Geschäftsführer der Hermann-Gruppe, erläuterte die Ziele des großen Autohändlers für 2020.
Michael Zimbal, Geschäftsführer der Hermann-Gruppe, erläuterte die Ziele des großen Autohändlers für 2020.
(Bild: Richter)

Die Hermann-Gruppe setzt sich mit ihren drei Marken Renault, Dacia und Ford ein klares Wachstumsziel für 2020: Geschäftsführer Michael Zimbal rief beim firmeninternen Jahresauftakt ein Verkaufsplus von gut 15 Prozent für Neuwagen aus. „Diese Steigerung erhoffen wir uns in erster Linie durch unsere angeschlossenen Partnerbetriebe sowie den neuen Standort in Hildesheim“, sagte Zimbal im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Seit dem 1. Januar gehört der frühere Renault-Betrieb der Dürkop-Gruppe zum Autohaus Hermann. „Hildesheim bietet großes Potenzial, damit wir mit unserem Unternehmen weiter wachsen können. Wir wollen unsere Präsenz vor Ort nach und nach weiterentwickeln und ausbauen“, erklärte Zimbal. Mit der Übernahme wächst das Marktgebiet des Mehrmarkenhändlers um 1.000 auf 9.000 Quadratkilometer.

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Renault (und damit Dacia) ist die Stammmarke der Hermann-Gruppe, die an allen sechs Standorten vertreten wird. In seinem Marktverantwortungsgebiet erzielt der Händler regelmäßig deutlich überdurchschnittliche Marktanteile für Renault – auch weil er traditionell die gehandelten Marken „ganz oder gar nicht“ vertritt, also an möglichst vielen Standorten, um Know-how aufzubauen und dieses schlagkräftig einzusetzen. Von Seat hat sich die Gruppe deshalb im vergangenen Jahr – bis auf zwei Serviceverträge – wieder zurückgezogen.

Sich mit voller Kraft einem Anliegen widmen ist ein Trend, der sich durch alle Standorte des Autohauses zieht: So entsteht ein Gebrauchtwagen-Instandsetzungszentrum, in Göttingen erweitert das Unternehmen seine Filiale um ein Business-Center für den Transportervertrieb und die TÜV-Station in Northeim erhält eine weitere Annahmehalle. „Diese Arbeiten haben wir bis Mitte des Jahres abgeschlossen. Danach widmen wir uns den neuen CI-Vorgaben von Renault und Dacia. Zudem bauen wir in Goslar einen neuen Ford-Store“, berichtete Zimbal.

Kooperation mit Real Garant

Neben den Neubauten arbeitet das Autohaus Hermann zunehmend an den Garantieprodukten für seine Kunden. Die seit Januar bestehende Kooperation mit dem Versicherungsunternehmen Real Garant soll dazu beitragen: Eine Kundenapp mit fahrzeugbezogenen Daten und Informationen rund um die Garantie, Wartungspakete und neue Angeboten zu Mobilität und Kostenübernahme für Schäden an älteren Gebrauchtwagen sind nur ein Teil der weitreichenden Offensive.

Dies passe genau zu den Ambitionen des Unternehmens: „Im benachbarten Sudheim, im Instandsetzungszentrum für unsere gebrauchten Autos, möchten wir gruppenweit unsere Autos für den Verkauf vorbereiten“, erläutert Zimbal. Das Zentrum soll eine gleichbleibend hohe Qualität der verkaufsfertigen Wagen sicherstellen und damit die Grundlage schaffen für die jüngst kreierte „eigene vierte Marke, die unter dem Namen Leine Cars gestartet ist“.

Brennstoffzellen-Renault kommt 2020

Dass sein Unternehmen mit Renault, Dacia und Ford generell auf einem guten Kurs ist, betonte der Geschäftsführer mit Blick auf die Elektromobilität. „Unsere Branche steht vor einem Umbruch. Selbst die Hersteller können nicht sagen, wie schnell sich vollelektrische oder Hybrid-Fahrzeuge am Markt etablieren. Wir haben neben den traditionellen Verbrennermotoren zahlreiche Modelle mit alternativen Antrieben im Programm. Zudem steht Renault mit einer Brennstoffzellenversion des Kangoo und des Master in den Startlöchern. Wir sind also vorbereitet.“

Den Unterschied zwischen den unterschiedlichen elektrischen Antrieben verdeutlichte Gastreferent Andreas Lindermeir, Abteilungsleiter Chemische Energiesysteme des Cutec Instituts in Clausthal-Zellerfeld, den Hermann-Mitarbeitern: „Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen Varianten, aber auch ähnliche Ansätze. Klar ist, dass der Trend der Elektromobilität nicht mehr umkehrbar ist.“

(ID:46307180)

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 Stephan Richter

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