Höhere E-Auto-Prämie: E-Go fürchtet um seine Existenz

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Beim Autogipfel haben sich Bundesregierung und Industrie auf eine höhere Kaufprämie für Elektroautos geeinigt. Das sorgt längst nicht überall für Begeisterung. Beim E-Kleinstwagenhersteller E-Go sorgt man sich gar um die eigene Zukunft.

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Steht E-Go aufgrund der neuen Rahmenbedingungen vor dem Aus?
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(Bild: E-Go Mobile)

Der Elektroautobauer E-Go hat die Entscheidung des Autogipfels kritisiert, höhere Prämien für E-Autos zu zahlen, deren Kosten sich Hersteller und Staat teilen sollen. „Diese Regelung kann für uns existenzgefährdend werden“, sagte Unternehmensgründer Günther Schuh dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe).

Um den Eigenanteil zu stemmen, müsste das Unternehmen seine Autos verteuern, „weil wir das Geld nicht vom Verkauf von Verbrenner-Autos nehmen können, wie das bei den großen Herstellern der Fall ist“, sagte Schuh.

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Er forderte den Verzicht auf den Anteil bei einem reinem E-Auto-Hersteller. „Es würde die Bundesregierung nicht viel kosten, wenn sie den Eigenanteil bei uns aussetzen würde. Das wiederum würde unsere Aussichten, auf dem Markt zu überleben, deutlich erhöhen.“

Die E-Go Mobile AG entwickelt und produziert nach eigenen Angaben mit 400 Mitarbeitern „bezahlbare Elektrofahrzeuge“. Das Unternehmen startete 2015 zunächst mit der Entwicklung eines viersitzigen Kleinwagens. Seit 2016 entwickelt der Hersteller den Angaben zufolge einen elektrisch oder hybrid angetriebenen Kleinbus.

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