Hyundai: Exklusive „i-Best-Händler“ – aber nicht in Deutschland

Autor / Redakteur: Stephan Richter / Andreas Wehner

Der Hyundai-Manager Oliver-Lajara sprach als Keynote-Redner beim Deutschen Remarketing Kongress über die Ziele der koreanischen Marke im Gebrauchtwagengeschäft.

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Oliver Lajara: „Für uns geht es nur nach oben.“
Oliver Lajara: „Für uns geht es nur nach oben.“
(Foto: Richter)

Hyundai arbeitet in einigen europäischen Märkten mit exklusiven Gebrauchtwagen-Standorten. Die Hintergründe erläuterte Oliver Lajara, General Manager European Fleet & Remarketing bei Hyundai, am Mittwoch auf dem Deutschen Remarketing Kongress in Würzburg. In Spanien und Italien verkauft Hyundai derzeit mehr Gebraucht- als Neuwagen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das 2011 europaweit eingeführte Gebrauchtwagenprogramm „i-Best“. Der Importeur hat in Spanien bereits fünf exklusive „i-Best-Händler“ im Markt aufgebaut. Dieses Modell sei laut Lajara ebenfalls für Italien und Belgien angedacht. Für Deutschland stehen diese speziellen Verkaufshäuser nicht auf der Agenda der Koreaner.

Das Gebrauchtwagenprogramm zählt in Europa aktuell 676 teilnehmende Händler. Bis Ende 2013 soll die Zahl auf 800 steigen. Damit will der Importeur neben einem steigenden Privatmarkt auch den zunehmenden Verkaufszahlen im Vermietgeschäft Rechnung tragen. Europaweit konnte Hyundai im vergangenen Jahr 40.000 Mietfahrzeuge vermarkten.

Mehr Ertrag pro Fahrzeug

„Mit unseren Maßnahmen erfinden wir den Markt nicht neu. Ein Paket aus Versicherungen, 100-Punkte-Check, einem 15-tägigen Umtauschrecht oder Garantien haben auch andere Hersteller im Portfolio. Für uns sind das aber wichtige Schritte“, sagte Lajara. Mithilfe des Angebots konnte Hyundai die Restwerte über alle Segmente und Modelle hinweg in Deutschland um fünf Prozent steigern. „Zudem kommen durch das i-Best-Geschäft noch zirka 100 Euro pro verkauftem Fahrzeug zur regulären Händlermarge hinzu“, so Lajara.

Eine eigene Händlerplattform für den grenzüberschreitenden Handel zwischen den Hyundai-Handelspartnern sei laut Lajara nicht geplant. Ebenso schließt der Importeur ein eigenes Niederlassungsnetz aus, sondern setzt nach wie vor auf seine Vertriebspartner. „Unseren Händlern ist es gelungen die durchschnittliche Kundenzufriedenheit von 26 auf 43 Prozent zu steigern. Für uns geht es also nur nach oben“, ergänzte Lajara.

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