Hyundai: Lieferzeit von Elektroautos soll deutlich sinken

Autor: Andreas Wehner

Hyundais Elektromodelle kommen aktuell gut an. Vor allem vom Kona Elektro könnten die Koreaner mehr Autos verkaufen, wenn sie denn verfügbar wären. Die Lieferzeit betrug zuletzt über zwölf Monate. Laut Importeursgeschäftsführer Jürgen Keller soll sich die Situation bald entspannen.

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Jürgen Keller freut sich über steigende Verkäufe.
Jürgen Keller freut sich über steigende Verkäufe.
(Bild: Hyundai/Martin Joppen)

Lieferprobleme bei Elektroautos sollen bei Hyundai bald der Vergangenheit angehören. Vor allem auf einen Kona Elektro mussten Kunden zuletzt mindestens zwölf Monate warten. „Die Situation wird sich spätestens ab dem zweiten Quartal 2020 deutlich entspannen“, versprach Hyundai-Deutschland-Geschäftsführer Jürgen Keller am Samstag bei einem Pressegespräch in Berlin.

Zuletzt wurde immer wieder über eine mögliche Produktion des Elektro-SUVs im Hyundai-Werk im tschechischen Nosovice berichtet. Eine offizielle Bestätigung des Herstellers dazu steht jedoch noch aus.

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Die künftig geltenden CO2-Ziele sieht Keller gelassen. „Wir haben schon heute einen guten Mix mit einem ordentlichen Anteil alternativer Antriebe“, sagte der Geschäftsführer. Nach seiner Auskunft werden aktuell etwa sieben Prozent der Hyundai-Neuzulassungen als Hybrid, Plug-in-Hybrid, Elektroauto oder Brennstoffzellenfahrzeug ausgeliefert. Und dieser Anteil soll im kommenden Jahr deutlich steigen – auch durch die bessere Verfügbarkeit des Kona Elektro. Laut Keller wird Hyundai die kommenden CO2-Vorgaben erreichen.

Gleichzeitig werde der koreanische Hersteller in der Kundenwahrnehmung immer stärker mit alternativen Antrieben in Verbindung gebracht. „Da hat es eine deutliche Umpositionierung der Marke gegeben“, sagte Keller.

Der Geschäftsführer freut sich zudem in diesem Jahr über gute Geschäfte. Im September hatte Hyundai mit 4,8 Prozent in Deutschland einen Rekordmarktanteil in einem einzelnen Monat erzielt. Nach neun Monaten lagen die Neuzulassungen des Fabrikats mit 98.000 Einheiten 12,1 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Marktanteil im bisherigen Gesamtjahr betrug 3,6 Prozent. „Ich gehe davon aus, dass wir das Jahr mit einem Rekordergebnis abschließen werden“, zeigte Keller sich überzeugt.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«