Information und Austausch der BFC-Absolventen

Redakteur: Johannes Büttner

Über 300 Absolventen der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe (BFC) nutzten den 7. Ehemaligenkongress zum Erfahrungsaustausch. Interessante Informationen lieferten zwei Fachvorträge.

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Fast 300 Absolventen der er Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe (BFC) haben sich am 23. Oktober zum 7. Ehemaligenkongress in Bad Liebenzell getroffen. Die Ältesten waren aus dem Jahrgang 1964. Daneben waren aktuelle Studierende und Ehrengäste gekommen, um die Mischung aus Geselligkeit und Fachvorträgen zu genießen. „Die Idee des Kongresses greift“, kommentierte der BFC-Vorstandsvorsitzende Martin Sauer den Zuspruch der Veranstaltung.

Während für den persönlichen Erfahrungsaustausch die Teilnehmer selbst verantwortlich waren, sorgten zwei Vorträge dafür, dass der Anteil an Fachinformationen auf dem Ehemaligentreffen nicht zu kurz kam. Als ersten Referenten hatte BFC-Geschäftsführer Ingo Meyer dafür Prof. Michael Grömling vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln verpflichtet. Er blickte über den Tellerrand des Kraftfahrzeuggewerbes hinaus und beleuchtete „Deutschlands Chancen jenseits der Krise“.

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Die sind nach Grömlings Einschätzung sehr gut. Die Bundesrepublik sei, im Vergleich zu anderen Industrienationen, relativ glimpflich durch die Krisenjahre 2008/2009 gekommen. Sowohl die Wirtschaftsleistung als auch die Beschäftigungszahlen hätten bereits wieder die Werte des Frühjahrs 2008 erreicht. Grömlings Blick in die Zukunft fiel ebenfalls optimistisch aus. Natürlich gebe es auf internationaler Ebene Risiken für die globale Konjunktur.

Die deutsche Wirtschaft mit ihrem hohen Anteil an exportorientierter Industrie sei aber für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt und könne vom Investitionswillen der Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren. Entsprechende Erfolge sollten nach Einschätzung des Professors auch auf den Dienstleistungssektor und damit auf das Kfz-Gewerbe durchschlagen.

Elektromobilität – Dauerhafter Trend oder nur Hype?

Marcus Weller und Marc Voß vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) richteten im Anschluss das Augenmerk auf das Thema Elektromobilität. Die Frage, ob es sich dabei um einen dauerhaften Trend oder nur um einen Medienhype handle, ließen sie dabei offen.

Allerdings verdeutlichten sie, dass das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bis zum Jahr 2020 sehr ambitioniert und ohne staatliche Zuschüsse nicht erreichbar sei. Derzeit seien gerade einmal 1.600 solcher Fahrzeuge unterwegs, und solange sie nur zu Preisen von 35.000 Euro für Kompaktwagen erhältlich seien, werde auch kein Massenmarkt entstehen.

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