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Innenräume mit Ozon sicher desinfizieren

| Autor: Ottmar Holz

Mit einer Ozonbehandlung kann der Anwender nicht nur störende Gerüche aus Innenräumen entfernen. Das Gas eliminiert auch biologische Verschmutzungen wie Pilzsporen, Bakterien und Viren. Es richtig zu dosieren, ist allerdings nicht trivial. Ein neues Gerät verspricht Abhilfe.

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Der neue Ozongenerator von Texa arbeitet mit 12 Volt. Der Anwender kann das Gerät mit drei verschiedenen Eingabegeräten fernsteuern.
Der neue Ozongenerator von Texa arbeitet mit 12 Volt. Der Anwender kann das Gerät mit drei verschiedenen Eingabegeräten fernsteuern.
(Bild: Texa)

Der italienische Prüf- und Wartungsgerätespezialist Texa präsentiert einen neuen tragbaren Ozongasgenerator für die Desinfektion von Innenräumen. Im Gegensatz zu vielen bisher bekannten Geräten regelt das „Air-2-San“ den Ozongehalt im zu reinigenden Innenraum während der Behandlung selbsttätig nach.

Darüber hinaus verfügt es nach Herstellerangaben als einziges Gerät am Markt über einen integrierten Katalysator, der nach der Sterilisation das nicht verbrauchte Ozon wieder in normalen Sauerstoff umwandelt. Dadurch will Texa sowohl Anwender als auch den nächsten Nutzer zuverlässig vor Resten des auch in niedrigen Dosen schädlichen Gases schützen.

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Der Vorgang dauert trotz der zusätzlichen Entgiftungsphase nicht länger als der Einsatz eines zeitgesteuerten Geräts, da das „Air-2-San“ in der Lage ist, 10 Gramm Ozon pro Stunde zu bilden. Das „Air-2-San“ überwacht mit Sensoren laufend die Lufttemperatur, Luftfeuchte und Ozonkonzentration. Dadurch stellt die Regelung laut Texa sicher, dass der notwendige Sättigungsgrad schnell erreicht und gehalten, jedoch nicht unkontrolliert überschritten wird.

Während der Anwendung verhindert ein integrierter Feinstaubfilter das Ansaugen von Staub in den Ozongenerator. Dies, so Texa, garantiere eine höhere Lebensdauer des Generators und verhindere, dass sich ungewollt gefährliche Salpetersäure bilde; das könnte beim Eintritt von Partikeln in die Transformationskammer geschehen.

Nach erfolgter Reinigung eliminiert das „Air-2-San“ das nicht verbrauchte Ozon mit einer speziellen Katalysatorfunktion. Dadurch wird beim Öffnen der Türen eines Fahrzeugs beispielsweise die Umgebungsluft in der Werkstatt nicht beeinträchtigt. Nötige Probefahrten wie nach einer Inspektion kann der Abnahmemeister sofort ohne Gefahr für seine Lunge erledigen.

Sichere Bedienung

Der Anwender kann das im Innenraum eines Fahrzeugs stehende „Air-2-San“ auf drei unterschiedliche Weisen bequem von außen bedienen:

  • per Bluetooth-Fernsteuerung
  • mit einer kostenlosen Smartphone-App
  • mit der Diagnosestation Axone Nemo

Mit dem Axone Nemo kann der Anwender bei laufender Desinfektion moderne Fahrzeugklimaanlagen checken. Das Diagnosegerät erlaubt es ihm, Komponenten wie Lüfter, Umluftklappe und Lüftungskanalsteller anzusteuern. Diese Eingriffe wären ansonsten bei den zur Desinfektion geschlossenen Türen nicht möglich. So kann er gezielt alle Luftführungen separat durchblasen lassen. Am Ende der Prozedur kann er einen Servicebericht erstellen, auf Wunsch ausdrucken und dem Kunden übergeben. Das Axone Nemo mit dem „Air-2-San“ zu koppeln, ist laut Texa genau wie die Smartphone-App kostenfrei.

Das Gerät eignet sich nach Firmenangaben ebenfalls perfekt für die Desinfektion von Hotelzimmern, Bars, Wartezimmern und geschlossenen Räumen im Allgemeinen. Auch in diesen Fällen kann der Anwender von der vollständig automatischen Funktionsweise profitieren, da nichts anderes gemacht werden muss, als das „Air-2-San“ mit der App zu starten und abzuwarten, bis der Prozess beendet ist. Es erzeugt dank seiner Sensoren die korrekte Menge an zu verbreitendem Ozon. Das Rückwandeln des verbliebenen Ozons in Sauerstoff verhindert eine Atemwegsreizung und, dass die Räume am Ende schlecht riechen.

Nachgewiesen wirksam

Das italienische Gesundheitsministerium hat mit Protokoll Nr. 24482 vom 31. Juli 1996 festgestellt, dass Ozon das einzige natürliche Gas zur Desinfektion von Räumen darstellt, die mit Bakterien, Viren und Sporen verseucht sind.

Wirkt Ozon auch gegen das Coronavirus? Zu diesem Virus gibt es laut Texa noch keine spezifischen Studien, die dessen Abtötung attestieren. Aber die nachgewiesene Wirksamkeit gegen das Sars-Virus, das aus der gleichen Familie stammt wie Sars-CoV-2, lässt auf die gleiche Effizienz schließen. Dies lässt sich auch aus den bereits vorhandenen, breiten Einsatzgebieten von Ozon in medizinischen Räumen, öffentlichen Gebäuden, Ambulanzen und Wartezimmern schließen. Es muss sichergestellt sein, dass man das Raumvolumen über die Wirksamkeitsgrenze von 4,1 ppm Ozon bringt.

Laut Texa gelingt dies mit dem „Air-2-San“ optimal bei Räumen bis 110 Kubikmeter Größe. Zum Vergleich: Ein üblicher Reisebus hat etwa 80 Kubikmeter Rauminhalt. Das Gerät kostet 740 Euro (UVP) und ist ab Juni im Handel.

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 Ottmar Holz

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Redakteur Service und Technik