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Innung Mittelfranken: Vorsprung bei Branchenumbruch nutzen

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Kfz-Branche steckt im Umbruch. Um auch künftig zu den Gewinnern zu gehören, sollten Betriebe ihre gute Ausgangsposition nutzen, forderte Obermeister Karl-Heinz Breitschwert bei der Mitgliederversammlung der Innung Mittelfranken.

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Karl-Heinz Breitschwert, Obermeister der Kfz-Innung Mittelfranken.
Karl-Heinz Breitschwert, Obermeister der Kfz-Innung Mittelfranken.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Geht es um Mobilität, ist das eigene Auto für die meisten Verbraucher nach wie vor erste Wahl. Und egal ob Kauf oder Service – Profis aus dem Kfz-Gewerbe sind bei den Verbrauchern gefragt. „Vor dem Kauf eines Neuwagens informiert sich die Mehrheit der Kunden bei einem Händler“, stellte Obermeister Karl-Heinz Breitschwert bei der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Mittelfranken klar.

Doch in den vergangenen Jahren hat das Internet entscheidend an Bedeutung gewonnen. Entsprechend mahnte der Obermeister: „Wir müssen schnell sein.“ Denn laut Breitschwert liegen zwischen der ersten Suche nach Informationen und dem Kauf eines Neuwagens durchschnittlich gerade einmal 30 Tage.

Auch im Service vertrauen die Kunden mehrheitlich weiter auf Profis. Denn 88 Prozent der Autofahrer wollen laut Breitschwert ihren Wagen „stets in einem einwandfreien Zustand wissen“. Entsprechend häufig führt sie der Weg in einen Meisterbetrieb. Gute Aussichten also für das Kfz-Gewerbe.

Doch darauf können sich Autohäuser und Werkstätten nicht ausruhen. Zu rasant verläuft der Umbruch der Branche. „Volkswagen spricht bereits von einer Transformation des Automobilhandels“, so der Obermeister. Beim Wechsel zur E-Mobilität wollen die Wolfsburger eine führende Rolle übernehmen.

Klimaziele nur mit 40 Prozent E-Autos erreichbar

Ob die Hinwendung zur Elektromobilität die damit einhergehenden Hoffnungen stillt, bleibt abzuwarten. Das Gleiche gilt für die damit verbundenen Ziele der Schadstoffreduzierung. Bislang ist die Lücke zu den angestrebten Zielwerten noch groß. Laut Breitschwert müsste der Anteil der zugelassenen Elektrofahrzeuge rund 40 Prozent betragen, um die angestrebten Emissionswerte ab 2021 noch zu erreichen.

Den Entwicklungen der Antriebstechnologie hat das Kfz-Gewerbe mit einer Änderung der Ausbildungsordnung Rechnung getragen. Die Fachrichtung Hochvolttechnik des Mechatronikers wird bei Wartung und Reparatur der modernen Autos immer wichtiger und bei reinen Elektrofahrzeugen zu Voraussetzung. „Warten Sie nicht zu lange mit dieser Ausbildung in Ihren Betrieben“, betonte Breitschwert. Denn auch künftig müssten die Betriebe in der Lage sein, alle Arbeiten an modernen Fahrzeugen durchzuführen.

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