Insolvenz eines Reifenlagers bringt norddeutsche Autohändler in Bedrängnis

Autor: Jan Rosenow

Das Unternehmen Hamann aus Tornesch hat eine fünfstellige Anzahl an Radsätzen eingelagert – und will nun für die Rückgabe einen finanziellen Nachschlag. Das ist aber noch nicht das größte Problem mit der Firma.

Reifenlager (Symbolbild): Auch für diese Dienstleistung braucht es Genehmigungen.
Reifenlager (Symbolbild): Auch für diese Dienstleistung braucht es Genehmigungen.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise hat die Räderwechselsaison in vielen Betrieben schon begonnen oder steht kurz bevor. Doch mehrere Autohäuser in Norddeutschland müssen derzeit bangen, ob sie ihren Kunden deren eingelagerte Sommerräder überhaupt zum Wunschtermin zurückgeben können.

Grund ist die Insolvenz des Unternehmens Hamann Reifenlager & Service, die dieses am 9. März beim Amtsgericht Pinneberg angemeldet hat. Hamann ist als Räderdienstleister tätig und hat nach Angaben von Kunden eine mindestens fünfstellige Anzahl an Rädersätzen eingelagert – beispielsweise den Bestand der ebenfalls insolventen Autohausgruppe Wichert. Auch Toyota-Händler Frank Rosenbaum aus Wedel ist Kunde bei Hamann. Im Gespräch mit »kfz-betrieb« berichtet er, dass der Dienstleister nun eine nachträgliche Sonderzahlung fordert. „Den Kunden wurden Rechnungen über 25 Euro netto pro Satz zugeschickt, obwohl bereits alles im Herbst bezahlt wurde – auch das Auslagern und die Rücklieferung“, sagt Rosenbaum. „Und nun werden alle Radsätze als Pfand zurückgehalten.“

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group