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Die eigene Website unter www.reintges.de sieht der Autohausinhaber in erster Linie als Visitenkarte, die Kunden und Interessenten einen Eindruck vom Unternehmen schaffen und für Vertrauen sorgen soll. Neben Angeboten stehen daher Fotos aus dem Autohaus im Mittelpunkt. „Wir verwenden keine Agenturfotos. Uns ist wichtig, dass die Leute, die auf den Bildern zu sehen sind, auch wirklich im Unternehmen arbeiten. Und wir wollen zeigen, dass wir Spaß an der Arbeit haben“, erläutert Reintges. Das macht die Mitarbeiter auch für Kunden greifbar, die von weiter weg kommen. Alle zwei Monate lässt Reintges von einem Fotografen neue Bilder machen, um eine gewisse Aktualität zu gewährleisten.
Team von Spezialisten
Auch in den Online-Börsen ist zusätzlich zu den Fahrzeugfotos ein Bild des zuständigen Ansprechpartners zu sehen. Das schafft Nähe bei Kunden, die von weiter weg kommen, da der Verkäufer kein komplett Unbekannter mehr ist. 80 Prozent der Internetkäufer bei Reintges kommen nicht aus dem eigenen Postleitzahlengebiet. Immerhin 61 Prozent der gesamten Gebrauchtwagenverkäufe und 38 Prozent der Neuwagenverkäufe gingen im ersten Halbjahr 2013 auf Internetanfragen zurück.
Reintges hat erkannt, dass er ein Team von Spezialisten braucht, um online erfolgreich zu sein. „Es reicht nicht, wenn der Chef vorgibt, was zu tun ist“, sagt der Geschäftsführer. Für jede der beiden Marken, die Reintges verkauft, gibt es einen eigenen Online-Verkäufer. Ein weiterer Mitarbeiter ist für das Online-Geschäft mit Nutzfahrzeugen zuständig. Neben dem Geschäftsführer selbst, der sich um die Leitung der Online-Projekte und um die rechtlichen Fragen kümmert, ist die restliche Familie eingebunden. Während Mutter Ursula Reintges das CRM und die Online-Terminerinnerungen übernimmt, ist Sohn Alessandro für die Social-Media-Kanäle und Videos zuständig. Was das Unternehmen nicht selbst leisten kann, erledigen externe Spezialisten.
Für die technische Seite ist Markus Schirp von Schirp DSO verantwortlich. „Alle wollen hier immer mitlernen und entwickeln eigene Ideen“, sagt der IT-Experte. Das sei nicht überall so. Es werde viel ausprobiert, und man stelle auch konsequent Projekte wieder ein, die nicht funktionierten. Den kreativen Teil leistet die Marketing-Agentur Breitengrat, mit der Reintges auch außerhalb der Online-Welt zusammenarbeitet. „Es ist aber wichtig, dass die eigentlichen Inhalte aus dem Unternehmen selbst kommen. Alles andere wäre nicht authentisch“, sagt Agentur-Chef Tim Klötzing.
Reintges will auch in Zukunft online Gas geben. Der nächste Schritt für das Unternehmen ist eine mobile Website für Smartphone-Nutzer. „Es gibt nicht das eine Online-Tool“, so der Geschäftsführer. Der Erfolg liege vielmehr in der intelligenten Nutzung der verschiedenen Online-Kanäle. Und er ist sich sicher: „Online-Marketing ist eine profitable Möglichkeit für ein mittelständisches Autohaus, um zu wachsen.“
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