Neuwahlen beim ZDH Jörg Dittrich ist neuer Handwerkspräsident

Von Doris S. Pfaff

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Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat einen neuen Präsidenten: Der 53-jährige Dachdeckermeister Jörg Dittrich löst Hans Peter Wollseifer ab. Zum neuen Präsidium gehört außerdem Bundesinnungsmeister und ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün.

Der noch amtierende und der künftige Präsident des Zentralsverbands des Deutschen Handwerks (ZDH): Jörg Dittrich (r.) löst zum 1. Januar Hans Peter Wollseifer ab.(Bild:  ZDH/Sascha Schneider)
Der noch amtierende und der künftige Präsident des Zentralsverbands des Deutschen Handwerks (ZDH): Jörg Dittrich (r.) löst zum 1. Januar Hans Peter Wollseifer ab.
(Bild: ZDH/Sascha Schneider)

Mit großer Mehrheit stimmte die Vollversammlung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) am 8. Dezember auf dem Deutschen Handwerkstag in Augsburg für Jörg Dittrich als neuen ZDH-Präsidenten. Der 53-jährige Dachdeckermeister und Diplom-Hochbauingenieur aus Dresden löst Hans Peter Wollseifer zum 1. Januar 2023 ab.

„Als Handwerkspräsident werde ich mich mit großer Leidenschaft für unsere gemeinsame Mission – die Interessen des Handwerks zu vertreten – bei der Politik und in der Öffentlichkeit stark machen. Das Handwerk ist das Rückgrat und der natürliche Partner für die Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft“, erklärte Dittrich nach seiner Wahl und bedankte sich für das große Vertrauen.

Bundesinnungsmeister und ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün (r.) löst Ehrenbundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk (l.) als Mitglied der ZDH-Präsidiums ab. Neuer ZDH Präsident ist Jörg Dittrich (Mitte).(Bild:  ZDK)
Bundesinnungsmeister und ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün (r.) löst Ehrenbundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk (l.) als Mitglied der ZDH-Präsidiums ab. Neuer ZDH Präsident ist Jörg Dittrich (Mitte).
(Bild: ZDK)

Fachkräftesicherung und Stärkung des Handwerks

Dittrich nannte vier Schwerpunktthemen, die er in seinem neuen Amt vorantreiben will: allen voran die Fachkräftesicherung und Stärkung der beruflichen Bildung, die Digitalisierung und Innovation im Handwerk, die Stärkung des Handwerks als des zentralen Umsetzers der politisch entschiedenen Dekarbonisierungsprozesse sowie die Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme.

„Das Handwerk ist der stabilisierende Kern unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Ich stehe für einen unabhängigen Wirtschaftszweig Handwerk, fest verortet in der Mitte der Gesellschaft. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass es auch in Zukunft im Handwerk nur darauf ankommt, wohin Du willst, und nicht, woher Du kommst. Und dazu brauchen wir eine starke Selbstverwaltung des Handwerks, die die Betriebe, Beschäftigten und Auszubildenden optimal unterstützt“, betonte Dittrich.

Der 53-Jährige ist selbstständiger Meister und erfahrener Handwerkspolitiker. Mit 28 Jahren übernahm er den Familienbetrieb. Das Dresdner Unternehmen mit einer Niederlassung in Berlin beschäftigt 65 Mitarbeiter in den Gewerken Dachdeckerei, Dachklempnerei, Zimmerei und Trockenbau.

1998 gründete Dittrich mit einem polnischen Geschäftspartner einen Betrieb in Breslau, der überwiegend in Polen Dach- und Fassadenarbeiten ausführt. Zur Firmengruppe gehören zwei weitere Betriebe, die im Bereich Komplettsanierung sowie Dach- und Fassadenbegrünung in Dresden tätig sind. Dittrich ist verheiratet und hat sechs Kinder.

Seit über zehn Jahren ist Dittrich sowohl regional als auch auf Bundesebene in der Handwerkspolitik aktiv. 2012 wurde er zum Präsidenten der Handwerkskammer Dresden gewählt, und seit 2021 ist er Präsident des Sächsischen Handwerkstags. Seit 2015 gehört er dem ZDH-Präsidium und seit 2017 dem Geschäftsführenden Präsidium des ZDH an.

Bundesinnungsmeister ist neues Präsidiumsmitglied

Ebenfalls mit großer Mehrheit stimmte die Vollversammlung am 9. Dezember für Detlef Peter Grün, der als Nachfolger von Wilhelm Hülsdonk für das Präsidium kandidierte. Grün wird als Bundesinnungsmeister und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in diesem Gremium künftig die Interessen des Kfz-Handwerks vertreten.

Darüber hinaus wurde der 55-jährige Kfz-Unternehmer aus Ennepetal (NRW) als Nachfolger von Ehrenbundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk zum Mitglied des Vorstands im Unternehmerverband Deutsches Handwerk (UDH) gewählt. Hülsdonk vertrat die Interessen des Kraftfahrzeuggewerbes im UDH seit 2005 und im ZDH-Präsidium seit 2007, davon seit 2016 im geschäftsführenden Präsidium.

Grün bedankte sich bei Hülsdonk für das langjährig erfolgreiche Wirken in den Spitzenämtern des Handwerks und versprach, sich in den ZDH-Gremien mit vollem Engagement für das Kfz-Gewerbe einzubringen. Denn der ZDH sei enorm wichtig und hilfreich bei der Durchsetzung der politischen Interessen der überwiegend mittelständischen Kfz-Betriebe, so Grün.

Das ZDH-Präsidium besteht aus 22 Mitgliedern: dem Präsidenten, zwei Stellvertretern (Vizepräsidenten) und 19 weiteren Mitgliedern. Es hat die Aufgabe, die einheitliche Willensbildung des ZDH nach innen und gegenüber den gesetzgebenden und vollziehenden Organen der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Verwaltung, gegenüber der Europäischen Union und internationalen Organisationen sowie die Zusammenarbeit mit den Spitzenkörperschaften des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens sicherzustellen.

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