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Jürgen Karpinski: ein Mann der Tat

| Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Viktoria Hahn

Zur Feier seines 70. Geburtstags hat ZDK-Präsident Jürgen Karpinski zahlreiche Gäste nach Frankfurt eingeladen. Bei Auto Schmitt traf sich das Who is Who aus Handwerk, Politik und Wirtschaft.

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Happy Birthday: Großer Empfang zum 70. Geburtstag von ZDK-Präsident Jürgen Karpinski bei Auto Schmitt in Frankfurt.
Happy Birthday: Großer Empfang zum 70. Geburtstag von ZDK-Präsident Jürgen Karpinski bei Auto Schmitt in Frankfurt.
(Bild: Holger Zietz)

Knapp drei Jahrzehnte lang engagierte sich Jürgen Karpinski bei der Kfz-Innung Frankfurt/Main Taunus, seit knapp zwei Jahrzehnten beim Kfz-Gewerbe Hessen und nun strebt er die dritte Amtszeit als ZDK-Präsident an. Auf der Feier zu seinem 70. Geburtstag erhielt Jürgen Karpinski viel Lob und Anerkennung für sein jahrelanges Engagement.

„Das Handwerk lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Männer und Frauen“, sagte Hans-Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) vor rund 250 geladenen Gästen. „Das beste Beispiel dafür ist Jürgen Karpinski.“ Wollseifer lobte die gute und intensive Zusammenarbeit der beiden Zentralverbände ZDH und ZDK.

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Als Beispiel nannte Wollseifer das Thema Mobilität. Der Wandel lasse sich nur gemeinsam und aktiv gestalten, betonte der ZDH-Präsident. Ein wichtiger Aspekt: Technologieoffenheit. Neben Elektromobilität müssen „wir auch Gas, Wasserstoff und andere Optionen im Blick behalten.

Gemeinsam haben sich die beiden Verbände gegen Fahrverbote in den Städten engagiert. Gemeinsam kämpften sie für die Nachrüstung älterer Diesel-Fahrzeuge. Erfolgreich.

Dazu hat ZDK-Präsident Karpinski viel beigetragen. „Das Kraftfahrzeuggewerbe hat mehr für den Diesel gekämpft als alle Automobilhersteller zusammen“, zitierte Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk den Jubilar und präzisierte gleich: „Jürgen Karpinski hat mehr für den Diesel gekämpft als alle Autohersteller zusammen.“

Das geht nur mit viel Engagement. Hülsdonk beschrieb Karpinski als „ein Mann der Tat“, der sich einbringt und einmischt, ein Mann „der klaren Worte“, der eingefahrene Gleise verlässt und nicht nur auf Bewährtes setzt, sondern auch Neues wagt.

Dabei kann sich Karpinski auf sein Netzwerk verlassen. So konnte er für den Ansatz der Diesel-Nachrüstung in der Politik Unterstützer gewinnen, zum Beispiel Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag: „In der Politik hat er bei der Dieselnachrüstung sehr schnell viele Mitstreiter gefunden.“ Boddenberg trug das Anliegen zur höchsten Stelle: Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Ich habe noch nie ein so emotionales Gespräch mit der Kanzlerin unter vier Augen geführt“, erinnerte sich der CDU-Politiker.

Denn aus Boddenbergs Sicht birgt das Diesel-Thema jede Menge Sprengstoff. „Es kann doch nicht sein, dass sich die einen mit einer Sache die Taschen voll machen und andere den Schaden ausbügeln müssen.“ Bei dem Thema gehe es nicht nur um eine Technologie, sondern eine gesellschaftliche Situation. „Wir müssen achtgeben, dass die Menschen beieinander bleiben.“

Das gilt wohl auch für das Thema Fahrverbote. Statt einseitig die Diesel-Fahrzeuge aus den Innenstädten zu verbannen, gilt es die Möglichkeiten der Angebote sinnvoll zu verbinden. „Man muss klug überlegen, wie man die verschiedenen Arten der Mobilität zusammenführt“, forderte der Frankfurter Stadtrat Markus Frank.

Entscheidend dafür sei, die richtigen Experten zu fragen: „Klüger als blinder Aktionismus ist es, Jürgen Karpinski zu zuhören“, betonte Frank. Er empfehle dem Magistrat der Stadt eine Werkstattstunde mit dem ZDK-Präsidenten.

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