Junior Award 2012: Bewährungsprobe in Lörrach

Autor / Redakteur: Silvia Lulei / Vera Scheid

Thomas Kestenholz ist auf dem Sprung in die Firmenzentrale – zuerst muss er sich aber im Lörracher Betrieb bewähren. Dass ihm das erfolgreich gelingt, zeigt der 3. Platz beim Junior Award 2012.

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Thomas Kestenholz leitet seit einem Jahr den Lörracher Standort der Schweizer Kestenholz-Gruppe.
Thomas Kestenholz leitet seit einem Jahr den Lörracher Standort der Schweizer Kestenholz-Gruppe.
(Foto: Lulei)

Thomas Kestenholz lässt sich nicht gerne überraschen. Er nimmt die Fäden lieber selbst in die Hand. Der Geschäftsführer der Lörracher Filiale der Kestenholz-Gruppe hat das planvolle Vorgehen von seinem Vater gelernt. Dieser ist CEO der Autohausgruppe, die mehrere Mercedes-Benz-Betriebe in der Schweiz und einen Servicestützpunkt in Deutschland hat. Dorthin hat Stephan Kestenholz seinen Sohn Thomas als Geschäftsführer berufen, um sich zu bewähren – bevor er die Nachfolge als CEO der Kestenholz-Gruppe antritt.

Der 28-Jährige trägt seit einem Jahr die Verantwortung für die 50 Mitarbeiter in Lörrach. Sie finden es gut, dass ein Mitglied der Kestenholz-Familie sich um den deutschen Standort im Firmenkonglomerat kümmert. Denn obwohl der Ort im Südwesten Baden-Württembergs zum Wirtschaftsraum Basel gehört, liegt dennoch die Landesgrenze zur Schweiz dazwischen – und das bedeutet, dass es einige Unterschiede gibt, die gravierende Auswirkungen im unternehmerischen Alltag haben können: etwa eine andere EDV oder ein anderes Personalrecht. Der Juniorchef ist quasi das Bindeglied zur Firmenzentrale in der Schweiz – und er nimmt seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern sehr ernst. Nach dem Motto „morgens der Erste und abends der Letzte“ will er Vorbild sein. Ebenso wichtig ist ihm der faire und respektvolle Umgang miteinander.

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Straffes Ausbildungsprogramm

Der gelernte Kfz-Mechatroniker hat in den letzten zehn Jahren von der Ausbildung zum technischen Kaufmann und Automobilverkaufsberater bis hin zur akademischen Ausbildung in den USA und in Australien ein straffes Programm absolviert. Noch bevor er 2008 sein Studium an der North­wood University aufnahm, berief ihn sein Vater in den Verwaltungsrat der Kestenholz Holding, der Dachorganisation der Autohausgruppe, die sich mit der strategischen Ausrichtung der Firmengruppe beschäftigt. Dort sitzen neben Thomas Kestenholz und seinem Vater auch sein Onkel und sein Cousin sowie der Verantwortliche für das Nutzfahrzeuggeschäft. In diesem Kreis entwickelt der Verwaltungsrat seine Vorstellungen für die Zukunft der Autohausgruppe.

Das aktuelle Unternehmensleitbild steht unter dem Motto „K-Race 2020“. Das „K“ steht für Kestenholz, die Vision dahinter lautet „Alle Mercedes-Benz im Marktgebiet sind bei Kestenholz“. In Broschüren und als Leitsätze für die Mitarbeiter sind die Ziele im ganzen Unternehmen verteilt. Die Mitarbeiter konnten online eine sogenannte K-Lizenz erwerben, indem sie zehn Fragen zum K-Race 2020 beantworteten. Jeder, der eine Lizenz erworben hat, durfte an einem Go-Kart-Rennen teilnehmen.

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