Kärcher OC3: Saubermann mit Henkel

Mobiler Wasserstrahlreiniger mit Akku für unterwegs

| Autor: Ottmar Holz

Der kompakte OC3 passt in jeden Kofferraum – auch von Kleinstwagen.
Der kompakte OC3 passt in jeden Kofferraum – auch von Kleinstwagen. (Bild: Holz / »kfz-betrieb«)

Der Hochdruckreinigerspezialist Kärcher hat mit dem Outdoorreiniger OC3 eine tragbare Niederdruckvariante für den mobilen Einsatz entwickelt. Das kompakte, nahezu würfelförmige Gerät ist im typischen Gelb/Schwarz-Design schon von weitem als echter Kärcher zu erkennen, auch wenn das durch einen Lithium-Ionen-Akku angetriebene Gerät nur vier Liter Wasser aus dem integrierten Tank mit maximal fünf Bar verspritzt.

Doch gerade dieser vergleichsweise niedrige Druck ist für die angepeilten Einsatzgebiete überaus sinnvoll. Immerhin reicht dadurch eine Tankfüllung für etwa zwei Minuten Dauerbetrieb – das klingt nach wenig, reicht aber durchaus um zwei Fahrräder zu entstauben. Der Wasserstrahl aus der mitgelieferten gelben Flachstrahldüse ist stark genug, um auch dicke Schmutzkrusten „wegzufräsen“; aber trotzdem zu sanft, um eine ernsthafte Gefahr für Rad- und Tretlager oder E-Bike-Motoren darzustellen.

Als Zusatzoption bietet Kärcher gegen einen Aufpreis von jeweils knapp 40 Euro drei Zubehörboxen an: Jeweils eine der mit Adventure (Abenteuer), Bike oder Pet (Haustier) gekennzeichneten Plastikbehälter kann der Anwender mit zwei Schnellverschlüssen unter den OC3 schnallen. Sie dienen als Aufbewahrungsort für diverses Zubehör wie beispielsweise einen Ansaugschlauch für Dauerbetrieb oder eine wasserführende Universalbürste, die der Benutzer per Bajonettverschluss am Betätigungshandgriff anstelle der Flachstrahldüse anbringen kann.

Im Fall der Haustiervariante legt Kärcher neben einem Reinigungstuch und einer Fellbürste eine weitere, zur deutlichen Unterscheidung schwarz eingefärbte Rundstrahldüse. Sie verringert den Strahldruck nochmals deutlich, das soll versehentliche Verletzungen vermeiden.

Schnelle Wäsche auf dem Parkplatz

Den OC3 anzuwenden ist kinderleicht. Laden, Wassertank auffüllen, einschalten und loslegen. Das ist fast schon alles. Für den Transport verschwindet der Spiralschlauch samt Sprühpistolengriff platzsparend in einem Hohlraum im Gerät unter dem Tank. Dazu muss der Anwender allerdings den Tank vom Grundkörper mit Pumpe und Akku abheben. Das ist etwas fummelig, denn der Tragegriff des OC3 besteht aus zwei ausziehbaren und ineinandergreifenden Bügeln, von denen jeweils einer am Tank und einer am Grundkörper sitzt.

Durch diese Trennstelle kann der Anwender den dann sehr flachen Wassertank auch an niedrigen Wasserhähnen befüllen. Ein Rückschlagventil im Auslaufstutzen am Tankboden verhindert dabei das Auslaufen des abgehobenen Tanks. In der täglichen Praxis kann der Spiralschlauch aber auch draußen hängen bleiben, wenn man sich an der herumbaumelnden Pistole nicht stört.

Das einsatzbereite Gerät ist durch den obenliegenden Tank allerdings etwas kopflastig, das verstärkt sich noch, wenn der Besitzer den OC3 auf eine Zubehörbox schnallt. Beim Transport im Kofferraum ist es ratsam, den OC3 entweder gut festzuklemmen oder anzubinden, da sich der elastische Gummiverschlussdeckel des Tanks lösen kann, falls der OC3 bei Kurvenfahrt umkippt.

Tipp: Transportieren Sie das Waschwasser besser in einem separaten Kanister mit sicherem Verschluss und befüllen Sie den OC3 erst vor Ort – so löst sich auch ganz elegant das Problem des relativ kleinen Tanks. Die Akkukapazität des Geräts reicht laut Anbieter für circa 15 Minuten Dauerlauf; das entspricht einem Durchsatz von etwa 30 Liter Wasser.

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