KBA erteilt erstem E-Roller die Zulassung

Bislang nur als Leihroller verfügbar

| Autor: Jakob Schreiner

Der „Voiager 1“ ist bislang nur im als Sharing-Objekt nutzbar.
Der „Voiager 1“ ist bislang nur im als Sharing-Objekt nutzbar. (Bild: Voi)

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat dem ersten E-Roller die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) erteilt. Der „Voiager 1“ des schwedischen Herstellers Voi Technology ist demnach das erste Modell, das legal auf deutschen Straßen bewegt werden darf, wie die GTÜ am Donnerstag mitteilte. Die Prüforganisation hat das Gutachten für den Roller, der unter die Kategorie „Elektrokleinstfahrzeuge mit Lenk- oder Haltestange“ fällt, erstellt.

E-Scooter dürfen erst seit dem 15. Juni offiziell im deutschen Straßenverkehr genutzt werden – aber nur wenn sie eine ABE haben. Obwohl es sich bei E-Rollern um vergleichsweise einfache Fahrzeuge handle, sei die Gutachtenerstellung eine aufwendige Sache, so die GTÜ. Denn das komplette Fahrzeug muss mit der Straßenverkehrsordnung (StVZO) und der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) konform sein. Zu den Kriterien gehören unter anderem der Elektroantrieb und dessen maximale Leistung, die Höchstgeschwindigkeit und der Ladeanschluss. Sie müssen teilweise in speziell dafür konzipierten Prüflaboren untersucht werden. Sind alle Kriterien erfüllt, wird das Gutachten beim KBA eingereicht, das auf dieser Basis dann die ABE erteilt.

Hinter dem E-Roller steht das 2018 gegründete Unternehmen Voi, das sich selbst als „Unternehmen für Mikromobilität, das Elektrotretroller- und Fahrrad-Sharing in Partnerschaft mit Städten und lokalen Communities anbietet.“ In Deutschland ist das Unternehmen mit seinen Sharing-Angeboten laut eigenen Angaben bislang nur in Berlin, Potsdam und im Movie-Park in Bottrop aktiv. Als nächstes sollen die Leihroller dann in Hamburg und München verfügbar sein. Im freien Handel ist der „Voiager 1“ bislang nicht zu finden.

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