Ausblick auf den Autohandel Keine Angst vor China

Von Doris Pfaff

ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann erläutert die aktuelle Lage für den Autohandel und gibt einen Ausblick – auch auf neue Marktteilnehmer.

Trotz des guten Ergebnisses für das ablaufende Jahr sieht ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann die Situation für den Handel 2023 eher skeptisch.
Trotz des guten Ergebnisses für das ablaufende Jahr sieht ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann die Situation für den Handel 2023 eher skeptisch.
(Bild: Promotor)

Das dritte Krisenjahr in Folge neigt sich dem Ende zu. Für den Autohandel zeichnet sich dennoch ein gutes Ergebnis ab, sagt Antje Woltermann, Geschäftsführerin der ZDK-Abteilung Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate. Zwar seien die Lieferengpässe der Hersteller nicht völlig beseitigt, aber seit August sei die Situation deutlich besser: „Das sieht man an den wieder gestiegenen Zulassungszahlen. Die Hersteller liefern jetzt mit Hochdruck alles, was geht.“ Der das Jahr über anhaltende Fahrzeugmangel ließ die Preise steigen. Rabatte mussten kaum gegeben werden, sodass unterm Strich die Marge für den Handel höher und das Jahr gut ausfällt. „Wir kommen nach dem, was man so hört, im Schnitt auf eine Rendite von fast drei Prozent. Ein solches Ergebnis war immer unser Ziel“, sagt Woltermann.

Dennoch fällt ihre Prognose für 2023 weniger rosig aus. Denn derzeit werde lediglich der hohe Auftragsbestand der vergangenen Monate abgearbeitet, nachfolgende Aufträge fehlten. Bedingt durch die Wirtschaftskrise sei die Kauflust der Kunden bereits spürbar gesunken.