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»kfz-betrieb« Auto-Check: Smart Cabriolet

| Autor: Wolfgang Michel

Mit dem neuen Cabrio hat Smart wieder ein äußerst wichtiges Modell im Angebot. Wer das Auto mag, dem verschafft der Zweisitzer selbst bei geschlossenem Dach gute Laune.

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Das im März eingeführte Fortwo-Cabriolet ist für die Smart-Händler in Deutschland ein ausgesprochen wichtiges Modell. Bis Ende September wurden davon 5.299 Einheiten zugelassen.
Das im März eingeführte Fortwo-Cabriolet ist für die Smart-Händler in Deutschland ein ausgesprochen wichtiges Modell. Bis Ende September wurden davon 5.299 Einheiten zugelassen.
(Bild: Michel / »kfz-betrieb«)

Smart mag man, oder Smart mag man nicht – dazwischen gibt es deutlich weniger Platz als im Smart Fortwo. Als der neue Fortwo im November 2014 eingeführt wurde, diskutierten selbst Smart-Fans über das Design. Auch dass der Dieselmotor von der Angebotsliste gestrichen wurde, kam nicht überall gut an. Doch selbst die größten Smart-Traditionalisten stellen eines nicht in Abrede: Design hin, Diesel her – Smart ohne Cabrio ist nicht smart.

Über 220.000 weltweit verkaufte Cabriolets sprechen für sich. Es war also höchste Zeit, das neue Cabrio im Frühjahr 2016 einzuführen. Wie wichtig der offene Zweisitzer für die Smart-Händler in Deutschland ist, belegt auch der Blick in die Neuzulassungsstatistik: Bis Ende September verbuchte das KBA dort insgesamt 18.250 neue Fortwo. Darunter befanden sich bereits 5.299 Cabrios.

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Damit liegt das Verhältnis geschlossene zu offene Variante beinahe auf dem Niveau des Jahres 2010. Damals wurden von Januar bis September insgesamt 21.650 Fortwo neu zugelassen. Darunter waren exakt 5.299 Smart-Cabriolets. Jedoch gilt es bei diesem Vergleich zu bedenken, dass das aktuelle Cabrio erst am 10. März in die Ausstellungsräume der Smart-Händler kam. Dem Auto fehlen also gut zwei Zulassungsmonate. Somit steht fest: Das neue Cabrio ist hierzulande sehr gut in seine erste Sommersaison gestartet.

Apropos gestartet: »kfz-betrieb« ist mit einem gelb-schwarzen Cabriolet in der Ausstattungslinie Prime zum Auto-Check gestartet. Der Antrieb setzte sich aus dem 66 kW/90 PS-Motor sowie einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zusammen. Da bei einem Cabrio aber das Wesentliche bekanntlich die Dachkonstruktion ist, verzichten wir an dieser Stelle auf weitere Motoren- und Getriebedetails und konzentrieren uns mehr auf das Frischluft-Fahrerlebnis.

Cabrio-Feeling auf den zweiten Klick

Beim ersten Knopfdruck öffnet sich das Faltschiebedach des Smart, beim zweiten senkt sich das Verdeck hinten komplett ab. Das volle Cabrio-Feeling stellt sich also erst auf den zweiten Klick ein. Der Hersteller sagt: Das Dach ist in zwölf Sekunden auf und in zwölf Sekunden wieder zu – bei jeder Geschwindigkeit. Allerdings sollte niemand bei 155 km/h Höchstgeschwindigkeit wirklich das Dach auf und zu machen – auch wenn es funktioniert – sondern sich auf die Fahrbahn konzentrieren.

Übrigens lässt sich das Dach (Stufe 1) mit dem Fahrzeugschlüssel per Funkfernbedienung öffnen. Und bei geschlossenem Dach sorgt eine glasklare und beheizbare Heckscheibe für den Durchblick nach hinten. Diese ist serienmäßig an Bord, das Windschott kostet 57 Euro Aufpreis. Wer das Freiluftvergnügen rahmenlos genießen möchte, kann wie schon beim Vorgänger-Cabrio die beiden Dachholme abnehmen und in der Heckklappe verstauen. Übrigens lässt sich im Kofferraum selbst bei geöffnetem Dach mehr als nur die Arbeitstasche verstauen.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«