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»kfz-betrieb« Auto-Check: Suzuki SX4 S-Cross

Autor: Wolfgang Michel

Für Fahrer, Insassen und neugierige Passanten gilt: In der Ausstattungsvariante Comfort Plus sorgt das bei Bedarf allradangetriebene kompakte SUV für so manche Überraschung – was nicht nur am auffälligen Metalliclack liegt.

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Vor allem in den höheren Ausstattungsvarianten liefert der neue SX4 S-Cross den Suzuki-Händlern viele gute Verkaufsargumente.
Vor allem in den höheren Ausstattungsvarianten liefert der neue SX4 S-Cross den Suzuki-Händlern viele gute Verkaufsargumente.
(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Wenn wildfremde Menschen an eiskalten Wintertagen auf dem Parkplatz eines Supermarktes um ein fremdes Auto schlendern, dann hat der Hersteller offensichtlich den Geschmack der Leute getroffen. Wenn es sich dabei noch nicht einmal um einen Sportwagen aus Süddeutschland, sondern „nur“ um das überarbeitete Modell eines japanischen Autobauers handelt, beindruckt das umso mehr.

Das Design des neuen SX4 S-Cross von Suzuki kommt augenscheinlich gut an. Positiv wirkte sich bei unserem Testwagen zudem die auffällige Metalliclackierung (500 Euro Aufpreis) aus. Hinzu kommt noch die markanten Frontpartie inklusive chromglänzendem Kühlergrill – das zog die Interessierten beinahe magisch an.

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Ganz ohne Magie ging es während der Testfahrten zu. Bei winterlichen Temperaturen und verschneiten Straßen fanden die Fahrzeuglenker die passenden Witterungsverhältnisse für den SX4 S-Cross vor. Dem verlangten die Wetterkapriolen über den Jahreswechsel einiges ab – dank Allradantrieb meisterte er jedoch jede Situation problemlos und fand sich bei allen Straßenzuständen gut zurecht. Nur im Innenraum entwickelte die Klimaautomatik für den Beifahrer ab und an eine etwas eigenwillige Temperatur-Philosophie, aber dafür heizte die serienmäßige Sitzheizung jederzeit kräftig ein. Innen präsentierte sich der Suzuki aufgeräumt und hochwertig. In der Ausstattungsvariante Comfort Plus verstärken Lederausstattung und Panaroma-Glasdach das Wohlgefühl.

Wohlwollend verhielt sich auch der Benzindirekteinspritzer. Mit 103 kW/140 PS sorgte der 1,4-Liter-Benziner für durchwegs flotte und sichere Fahrt, was auch am Allradantrieb lag. Das Allradsystem verfügt über vier Fahrmodi. Ist „Auto“ eingestellt, erfolgt die Kraftübertragung an die Vorderräder; die Hinterachse wird nur bei Bedarf stufenlos hinzugeschaltet. Der Modus „Snow“ ermöglicht eine bessere Traktion auf Eis und Schnee. Im „Sport“-Modus verteilt sich das Drehmoment dynamischer zwischen den beiden Achsen. Der „Lock“-Modus sichert mit seiner starren 50-zu-50-Verteilung das Fortkommen bei schwierigen Allradbedingungen. Egal welcher Fahrmodus gewählt ist, der Vierzylinder beschleunigt den Wagen in der Version mit Sechsgang-Schaltgetriebe laut Herstellerangaben in rund zehn Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt Tempo 200. Ersteres glauben wir, Letzteres wissen wir.

Überraschend gut ausgestattet

Apropos Tempo: Der Testwagen hatte einen Tempomaten inklusive radargestützter Bremsunterstützung an Bord. Das erwartet man nicht unbedingt in einem Auto dieser Fahrzeugklasse.

Fazit: Der neue SX4 S-Cross beeindruckte die Supermarkt-Passanten völlig zu Recht. Das Auto kann sich jedoch nicht nur optisch, sondern auch technisch sehen lassen. In der Folge müssten die Suzuki-Händler in diesem Jahr mehr als die rund 3.500 Einheiten der SX4-Baureihe des vergangenen Jahres an den Mann bzw. die Frau bringen können. Zumindest hat der allradangetriebene SX4 S-Cross einige gute Argumente an Bord – in der Ausstattung Comfort Plus (28.790 Euro) viele davon serienmäßig.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«