»kfz-betrieb« Autocheck: Volvo XC40

Üppiges Raumangebot trotz kompakter Abmessungen

| Autor: Julia Mauritz

Der Volvo XC40 ist seit letztem Jahr auf dem Markt.
Der Volvo XC40 ist seit letztem Jahr auf dem Markt. (Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Es gibt kaum ein Segment, das so dicht besiedelt ist wie das der Kompakt-SUVs, und gleichzeitig kein Segment, das schon seit einigen Jahren so stabil wächst. Kein Wunder also, dass das Premium-Kompakt-SUV XC40 eine zentrale Rolle in Volvos ehrgeiziger Wachstumsstrategie spielt. Das im Frühjahr 2018 eingeführte Modell hatte es Ende Mai 2019 auf der Volvo-Bestsellerliste bereits auf Platz 2 nach dem XC60 geschafft. Und die Auftragsbücher der Händler sind weiter prall gefüllt.

Das verwundert angesichts des stimmigen Gesamtpakets von Volvos Einstiegsmodell nicht: Egal ob Außendesign, Interieur, Sicherheitssysteme oder Fahrkomfort – der XC40 macht auf der Straße eine gute Figur. Der größte Kritikpunkt, die schlechte Rundumsicht, die vor allem dem speziellen Design der C-Säule geschuldet ist, fällt da nur wenig ins Gewicht.

Die Außenhülle des 4,4 Meter langen, 2,0 Meter breiten und 1,6 Meter hohen SUVs gliedert sich perfekt in Volvos restliche Modellfamilien ein, und hat dennoch einen eigenständigen Charakter, den die Designer mit kleinen Gimmicks wie der kleinen schwedischen Flagge am Kotflügel und auf den Rücklehnen der Sitze zusätzlich akzentuiert haben. So haben sie für den XC40 denn auch entschieden, auf die klassischen Alu- oder Holzleisten im Cockpit und an den Türen zu verzichten und haben stattdessen den Stadtplan von Göteborg in Kunststoff gegossen. Einziger Kritikpunkt ist der im Verhältnis zu den größeren SUV-Brüdern höhere Anteil an Hartplastik.

Erhältlich ist der Volvo XC40 mit drei Turbobenzinern (T) und zwei Turbodieseln (D) mit einem Leistungsspektrum von 110 kW/150 PS bis 140 kW/190 PS. Der getestete, 53.620 Euro kostende, voll ausgestattete XC40 mit dem Einstiegsdiesel D3 AWD in der Ausstattungslinie Momentum meisterte in Kombination mit einem Achtgang-Automatikgetriebe seine Aufgabe alles in allem gut: Beim beherzten Kick auf das Gaspedal allerdings, sei es vom Stand aus oder beim Überholmanöver auf der Autobahn, hätte man sich durchaus ein paar PS mehr gewünscht. Auch ein Sparmeister ist der kleine Selbstzünder nicht wirklich: Trotz recht gemächlicher Fahrweise lag der durchschnittliche Verbrauch bei 7,3 Litern. Einen positiven Eindruck hinterließen indes die präzise Lenkung und das ausgewogene Fahrwerk.

Der Innenraum des Lifestyle-SUVs ist trotz der kompakten Abmessungen des Modells großzügig dimensioniert. Der Kofferraum, der optional mit einem faltbaren Doppelboden und Haken für den Einkauf erhältlich ist, schluckt mindestens 460 Liter. Pfiffige Ablagemöglichkeiten haben sich die Entwickler auch für den Innenraum einfallen lassen. Auffällig sind vor allem die üppigen Fächer in den Türen und der großzügige Stauraum in der Mittelkonsole: Dort lässt sich nicht nur das Smartphone induktiv aufladen, sondern auch eine Kleenex-Box unsichtbar verstauen. Die Schublade unter dem Fahrersitz bietet indes genug Platz für ein Notebook. Ebenfalls praktisch für Einkäufe: Ein Taschenhaken, der sich aus dem Handschuhfach ausklappen lässt.

Skandinavisch schlichter Innenraum

Positiv auf die Innenraumanmutung wirkt sich beim XC40 wie auch bei allen anderen Volvo-Modellen der neuen Generation die deutlich reduzierte Zahl an Schaltern und Knöpfen aus. Das zentrale Bedienelement ist auch hier ein hochformatiger Touchscreen im Tabletformat. Dessen Bedienung ist allerdings nicht immer selbsterklärend und man kann sich gerade während der Fahrt durch die sehr berührungsempfindliche Bedienoberfläche auch mal schnell vertippen, was sich negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt.

Dafür ist gleich eine ganze Armada an aktiven Sicherheitsassistenten schon serienmäßig an Bord des XC40 : Dazu zählen ein System, das bei drohenden Zusammenstößen mit entgegenkommenden Fahrzeugen eingreift, ein System, das verhindert, dass der Fahrer die Fahrbahn durch unbeabsichtigte Lenk- oder Bremseingriffe verlässt, sowie der bekannte City-Safety-Notbremsassistent. Er trägt nicht nur dazu bei, Kollisionen mit anderen Fahrzeugen, Motorrädern, Fußgängern und jüngst auch Wildtieren zu verhindern, sondern vermeidet dank eines integrierten Kreuzungsbremsassistenten auch Kollisionen beim unfallträchtigen Linksabbiegen. Bis 130 Stundenkilometer ist es zudem möglich, den XC40 teilautonom zu fahren.

Auf der Höhe der Zeit ist auch das Infotainment an Bord: Dazu gehören eine Sprachsteuerung, ein Internetzugang und Audiostreaming. Das Notrufsystem Volvo-On-Call ermöglicht es nicht nur, WLAN-Hotspots einzurichten, sondern das Fahrzeug per App für das Carsharing freizugeben.

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