Autohandel im Lockdown Kfz-Gewerbe befürchtet großes Autohäuser-Sterben

Autor Doris Pfaff

Der ZDK warnt vor den dramatischen Folgen des Infektionsschutzgesetzes, dessen Änderungsentwurf derzeit in vielen Bundesländern eine Abholung von bestellten Fahrzeugen verbietet. Präsident Karpinski sieht Autohäuser als sinnlose Opfer der Politik.

Das neue Infektionsschutzgesetz erzürnt das Kfz-Gewerbe.
Das neue Infektionsschutzgesetz erzürnt das Kfz-Gewerbe.
(Seyerlein/»kfz-betrieb«)

„Wenn jetzt nach über vier Monaten Lockdown auch noch die Abholung bestellter Fahrzeuge verboten werden soll, ist das der Sargnagel für viele Autohäuser“, kommentiert ZDK-Präsident Jürgen Karpinski den vorliegenden Entwurf zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. Dieser Entwurf sei folgendermaßen zu interpretieren: Im Handel soll – anders als in der Gastronomie – auch das sogenannte Call-and-Collect-Verfahren untersagt werden, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 überschritten wird.

„Damit zerstört man uns auch noch das Onlinegeschäft“, konstatiert Karpinski. Die Kombination aus einem Vertragsschluss auf elektronischem Weg und der Übernahme des Fahrzeugs vor dem Autohaus sei dann nicht mehr zulässig.