Kfz-Innung Stuttgart: Gewerbe auf Erfolgskurs

Redakteur: Christoph Baeuchle

Die positive Entwicklung im Kfz-Gewerbe unterstrichen die Redner beim Herbstforum der Innung Region Stuttgart. Für die weitere Entwicklung rückt die Nachwuchsförderung immer weiter in den Mittelpunkt.

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Der stellvertretende Obermeister der Innung Region Stuttgart, Torsten Treiber, kündigte an, dass das Herbstforum künftig jährlich stattfinden soll.
Der stellvertretende Obermeister der Innung Region Stuttgart, Torsten Treiber, kündigte an, dass das Herbstforum künftig jährlich stattfinden soll.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Stimmung im Kfz-Gewerbe ist gut. „Man trifft fast nur zufriedene Gesichter“, sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher auf dem Herbstforum der Innung Region Stuttgart, das künftig wieder jährlich stattfinden soll.

Die Stimmungslage selbst verwundert nicht angesichts der nackten betriebswirtschaftlichen Zahlen: Er rechne zum Jahresende mit einer durchschnittlichen Rendite von 1,5 Prozent, sagte der ZDK-Präsident. Im vergangenen Jahr verbuchten die Kfz-Betriebe unter dem Vorzeichen der Abwrackprämie eine Gewinnmarge von 1,3 Prozent. Dennoch gab Rademacher keine Entwarnung: „Auch wenn es im Branchenschnitt besser geht als angenommen, ist es zu früh, um von einer Normalisierung zu sprechen.“

Stattdessen forderte er die Unternehmer auf: „Merken Sie sich das Rezept, das zur Genesung geführt hat.“ Ein Geschäft müsse nicht um jeden Preis gemacht werden, nannte er ein Beispiel.

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Die positive Entwicklung bestätigte Torsten Treiber, stellvertretender Obermeister der Innung Region Stuttgart: „Beim Neuwagenhandel wird die Differenz gegenüber einem Normaljahr geringer.“ Zudem liege das Gebrauchtwagengeschäft über den Werten von 2008 und der Service auf Vorjahresniveau.

Silberne Ehrennadel für großes Engagement

Trotz aller positiven Entwicklung verwies Treiber auf die personelle Entwicklung. „Die Kfz-Betriebe werden die Nachwuchskräfte noch dringend benötigen“, so Treiber. In der Qualifizierung unterstütze sie die Innung. Der stellvertretende Obermeister verwies auf die Aktivitäten in der Weiterbildung sowie auf den Erfolg der Personalagentur, den die Innung für die Vermittlung ihrer erfolgreichen Gesellen eingeschaltet hat.

Dass die Unterstützung des Nachwuchses für die Innung eine große Bedeutung hat, brachte sie erneut durch die Verleihung der Ehrennadel zum Ausdruck: Adalbert Schmid, Reiner Heinz, Karl-Heinz Franz und Klaus Schwesinger erhielten die Silberne Ehrennadel für ihr Engagement bei den Gesellenprüfungen.

Doch auch über die Nachwuchsförderung hinaus ist die Innung aktiv. Harry Brambach, Präsident des Landesverbandes Baden-Württemberg, hob besonders zwei Aspekte hervor: Die Innung hebe sich vor allem durch ihre Veranstaltungen sowie durch ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hervor. „Sie führt die Medienstatistik im Landesverband mit weitem Abstand an.“ Zudem habe sie in der jüngeren Vergangenheit jährlich einen Blauen Kalligraphen gewonnen.

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