Kfz-Insolvenzen um 50 Prozent gestiegen

Zahl der Werkstatt-Pleiten mehr als verdreifacht

| Autor: Yvonne Simon

(Foto: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Nach drei Monaten Entspannung hat sich der Trend gewendet – und zwar deutlich: Im Mai ist die Anzahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe gegenüber dem Vorjahresmonat um 50 Prozent auf insgesamt 63 Verfahren gestiegen. Das belegen Daten, die das Statistische Bundesamt am Freitag veröffentlicht hat. Demnach wurden 49 Verfahren tatsächlich eröffnet, der Rest wurde mangels Masse abgewiesen.

Gemessen an der Gesamtwirtschaft entwickelte sich die Branche damit noch wesentlich schlechter als der Durchschnitt. Über alle Wirtschaftszweige hinweg ging 1.670 Unternehmen das Geld aus, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die angespannte Lage im Mai drehte auch die Insolvenzzahlen für das Gesamtjahr im Kfz-Gewerbe in die ungewünschte Richtung. Zwischen Januar und Mai waren 11 Betriebe mehr zahlungsunfähig als im Vorjahreszeitraum (+ 4,2 %). In der Gesamtwirtschaft gingen die Insolvenzen im selben Zeitraum hingegen um 1,7 Prozent zurück.

Besonders herausfordernd war die Situation im Einzelmonat den Zahlen zufolge in den Werkstätten: Mussten im Mai 2018 noch 9 Betriebe den Gang vor den Insolvenzrichter antreten, waren es in diesem Jahr 30 (+ 233 %). Im Handel stieg die Fallzahl im Mai vergleichsweise moderat um 2 Unternehmen auf 22 Insolvenzen (+10%). Weiterhin gab es im fünften Monat des Jahres 2 insolvente Lackierereien (+1), 7 insolvente Teilehändler (+1) und 2 Pleiten unter den Zweiradbetrieben (-1) zu vermelden.

Keine Auskunft gibt die Statistik über die Zahl der Betriebsstilllegungen, wenn die Kfz-Unternehmer nicht mehr an ihr bisheriges Geschäftsmodell glauben.

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