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Kia: Händlerrendite steigt auf 2,4 Prozent

Autor: Andreas Wehner

Kia hat sich in diesem Jahr bisher gut entwickelt. Nicht nur die Neuzulassungen insgesamt gingen nach oben. Vor allem an Privatkunden lieferten die Partner mehr Autos aus. Das macht sich jetzt auch in der Kasse bemerkbar.

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Das Autohaus Hans Brandenburg verkauft künftig auch Kia-Fahrzeuge.
Das Autohaus Hans Brandenburg verkauft künftig auch Kia-Fahrzeuge.
(Bild: Hans Brandenburg)

Mit Kia ist aktuell offenbar Geld zu verdienen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres erreichte das deutsche Netz eine durchschnittliche Umsatzrendite von 2,4 Prozent. Von Januar bis Mai 2018 lag sie noch bei 1,5 Prozent. Das teilte der Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, Steffen Cost, am Freitag bei einem Pressegespräch in Frankfurt mit.

Und dabei sieht Cost das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Denn Kia hat zu Jahresbeginn das Neuwagen-Bonussystem geändert und vereinfacht. Künftig gibt es bis zu drei Prozent Zielerreichungsbonus – statt bisher zwei. Dafür wurde die Schwelle, ab der es Geld gibt, nach oben gesetzt. Zudem zahlt der Importeur seit dem zweiten Quartal Händlern, die mindestens 130 Prozent schaffen, für jedes zusätzliche Auto einen Extra-Bonus. „Das werden wir in den Ergebnissen für das gesamte erste Halbjahr deutlich sehen – und auch darüber hinaus“, erwartet Cost.

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Nach Angaben des Geschäftsführers lag die durchschnittliche Zielerreichung im ersten Quartal bei 103 Prozent, im zweiten Quartal sogar bei 112 Prozent. „Performance muss sich bei uns brutal lohnen“, verdeutlicht Cost sein Credo.

Vor allem auf dem Privatmarkt ist Kia mit plus 7,2 Prozent im ersten Halbjahr 2019 deutlich gewachsen, während die Privatkunden deutschlandweit über alle Marken hinweg 4 Prozent weniger Autos gekauft haben. „Und hier wird das Geld verdient“, unterstreicht Cost. Insgesamt haben die Neuzulassungen der Koreaner in den ersten sechs Monaten um 3,3 Prozent auf knapp 35.000 Einheiten zugelegt. Das über den Handel verkaufte Volumen ist dabei mit plus 11,4 Prozent noch stärker gewachsen. Kia hat nach eigenen Angaben dafür weniger Vermieter bedient und weniger Eigenzulassungen getätigt.

Auftragsvolumen wächst stärker als Neuzulassungen

Mit Blick auf das Auftragsvolumen ist der Geschäftsführer überzeugt, dass auch das restliche Jahr gut laufen wird. Denn die Zahl der Kaufverträge ist im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent nach oben gegangen.

Einen wichtigen Beitrag zum Wachstum leistet die Ceed-Familie. In der Baureihe hatte Kia zum Jahresbeginn den Shooting-Brake Proceed eingeführt. „Und der kannibalisiert den Fünftürer und den Kombi nicht, sondern zieht die beiden Varianten mit nach oben“, erläutert Cost. Mit dem X-Ceed kommt im September ein Crossover als vierte Modellvariante. Er soll für weiteres Wachstum sorgen. Künftig wird der Ceed nach Überzeugung des Importeurs die meistverkaufte Kia-Baureihe sein.

Lange Lieferzeiten für Elektroautos

Gut kommen auch die Elektromodelle E-Niro und E-Soul an. Allein es fehlt an Nachschub. Von der Elektroversion des Crossovers Niro hat Kia in Deutschland bislang 300 Einheiten ausgeliefert – bestellt sind mehr als fünf Mal so viele. Der Großteil der Käufer wird bis zum kommenden Jahr warten müssen. Etwas besser sieht es beim E-Soul aus. 700 E-Soul-Käufer haben ihr Fahrzeug inzwischen erhalten. Mit rund 500 zusätzlichen Einheiten rechnet Cost noch in diesem Jahr. Wer aktuell eines der beiden Modelle haben möchte, muss mit Lieferzeiten von mehr als zwölf Monaten rechnen – genauere Prognosen wagt aktuell niemand.

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Inzwischen stehen auch die Standards für die Elektromobilität im Handel fest, die nach Ansicht des Geschäftsführers „sehr moderat“ ausgefallen sind. So müssen Händler die bis zu 150 Neuwagen im Jahr verkaufen und neben dem schon jetzt vorgeschriebenen 3,7-kW-Wechselstrom-Ladepunkt in der Werkstatt eine Lademöglichkeit für Vorführwagen mit mindestens 11 kW vorhalten. Von Partnern mit einem Absatzvolumen über 150 Einheiten pro Jahr erwartet der Importeur zusätzlich eine Gleichstrom-Ladesäule mit mindestens 20 kW.

Welche Ideen Kia noch für das deutsche Händlernetz hat und welche Maßnahmen der Importeur aktuell und in der nahen Zukunft mit seinen Partnern umsetzt, lesen Sie in einer der kommenden Printausgaben des »kfz-betrieb«.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«