Klimaservice: Das Kältemittel wird knapp

»kfz-betrieb« bietet wichtige Hintergrundinfos

| Autor: Steffen Dominsky

Manch ein Kfz-Betrieb dürfte in Sachen Kältemittel in diesem Jahr auf dem trockenen sitzen, denn die EU reglementiert drastisch das Angebot.
Manch ein Kfz-Betrieb dürfte in Sachen Kältemittel in diesem Jahr auf dem trockenen sitzen, denn die EU reglementiert drastisch das Angebot. (Bild: geopho.com)

Bis vor Kurzem haben Autohersteller die Klimaanlagen sämtlicher Modelle mit dem Kältemittel R134a befüllt. Und selbst wenn bei neuen Pkw mittlerweile ein Nachfolger zum Einsatz kommt: Nach wie vor sind Millionen Personenwagen im Fall von Wartung oder Reparatur der Klimaanlage auf eben dieses Kältemittel angewiesen. Das betrifft auch fast alle Transporter sowie sämtliche Lkws, Busse, Land– und Baumaschinen.

Doch die EU plant nun, den Import des Kältemittels drastisch zu reduzieren: Ab diesem Jahr um 37 Prozent, bis 2030 um 79 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr war es nicht nur auf dem deutschen Servicemarkt zu erheblichen, teils wochenlangen Lieferengpässen gekommen. Dabei wurde der Import in diesem Fall lediglich um sieben Prozent gedrosselt. In der Folge verteuerte sich das „F“-Gas R134a im letzten Jahr um das Vier- bis Fünffache.

Eine Lösung für bereits im Markt befindliche Automobile ist nicht vorhanden. Zwar gibt es mit R1234yf eine Alternative, doch dieses Kältegas können nur Fahrzeuge nutzen, die ab Werk darauf abgestimmt sind. Ein nachträglicher Austausch ist mindestens problematisch. Denn anders als das alte ist das neue Gas als „brennbar“ eingestuft. Das alte einfach durch dieses zu ersetzen wäre also riskant bis fahrlässig. Und wer entscheiden darf und muss, ob das neue Kältemittel in „alte“ Fahrzeuge eingefüllt werden darf, ist auch nicht hinreichend geklärt.

Die oberste nationale Verkehrssicherheitsbehörde, das KBA, sieht sich nur für die Sicherheit neu zuzulassender Automobile zuständig. Und die Fahrzeughersteller sehen die Dringlichkeit des Problems nicht.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie in der aktuellen Ausgabe Nr. 13 des »kfz-betrieb« und in unserem PLUS-Fachartikel-Bereich.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45229577 / Service)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen