Kunden haben Lust auf höherwertige Ausstattung

Von Andreas Grimm

Anbieter zum Thema

Die Basispreise für Neuwagen haben mit der Kundenrealität wenig zu tun. Die tatsächlich angefragten Preise auf der Neuwagenplattform Carwow übersteigen den Ausgangspreis im Schnitt um 50 Prozent.

 (Bild:  Pro Motor)
(Bild: Pro Motor)

Die Einstiegspreise von Neuwagen sind inzwischen kaum mehr als Richtwert für den Preisvergleich. Echte Marktrelevanz fehlt ihnen zunehmend. Nicht nur, dass für den realen Endpreis die Rabatte und Nachlässe zu berücksichtigen sind. Entscheidender ist noch, dass sich die Käufer kaum mit den meist schmal ausgestatteten Basisvarianten zufrieden geben, wie eine Analyse der Neuwagen-Plattform Carwow zeigt.

Die Auswertung der Neuwagen-Konfigurationen der Kunden zeigt, dass kräftigere Motoren, umfangreichere Ausstattungslinien und schicke Extras den letztlich fälligen Kaufpreis deutlich in die Höhe treiben. Als Faustregel werde am Ende etwa 50 Prozent mehr für den Wagen bezahlt als der Basispreis zunächst suggerierte, heißt es in einer Carwow-Mitteilung.

Besonders deutlich fällt dieser Aufschlag bei Seat aus. Bei Modellen dieser Marke liegt der angefragte Listenpreis im Schnitt um 68 Prozent über dem Einstiegspreis. Dieser Befund deckt sich mit Aussagen von Importeur und Handel, die in Nachbetrachtungen zur Ateca-Einführung mehrfach vom Wunsch der Kunden nach den höheren Ausstattungslinien berichteten. Bei Carwow liegen die angefragten Preise für den Ateca um 71 Prozent über dem Basispreis. Beim Leon verdoppelt sich der Endpreis sogar fast – Ein Aufschlag von 83 Prozent ist der Spitzenwert in der Auswertung.

Interessanterweise zeigt die Schwestermarke Skoda, die ja ebenfalls noch ein Preiswert-Image pflegt, ähnliche Tendenzen. Konfigurationen für Modelle der Tschechen liegen 51 Prozent über dem Basispreis, der Skoda Oktavia lockt sogar 68 Prozent mehr Umsatz aus den Kunden. Beim neu eingeführten Karoq hat Skoda diese Entwicklung gleich konzeptionell berücksichtigt und auf die Basisvariante zum Bestellstart verzichtet. Sie soll „zu einem späteren Zeitpunkt“ kommen, hieß es vom Importeur.

Neben den beiden Volkswagen-Konzernmarken ordern die Kunden von Mini (57 % Aufschlag) und Hyundai (52 %) über Carwow ebenfalls ordentlich Zusatzausstattung. Die Käufer von VW Pkw, BMW, Nissan und Opel zeigen ein durchschnittliches Verhalten beim Ordern von Extras. Etwas realistischer preisen die Strategen von Audi und Volvo ihre Modelle ein. So kommt der Volvo XC40 auf einen Aufpreis-Aufschlag von nur 18 Prozent. Allerdings ist für das Fahrzeug laut Carwow „noch nicht die volle Bandbreite an Motoren und Ausstattungen verfügbar“.

(ID:45019891)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung