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Kupplungsprobleme: Ford ruft 78.000 Fahrzeuge zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Die Fehlermeldung klingt vertraut: Diversen Baureihen mit Ecoboost-Benzinmotor und Schaltgetriebe droht ein Bruch der Kupplungsdruckplatte und schlimmstenfalls ein Brand. Anders als 2018 geht es diesmal um jüngere Baujahre.

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Der Ford Focus gehört zu den vom Rückruf betroffenen Fahrzeugen.
Der Ford Focus gehört zu den vom Rückruf betroffenen Fahrzeugen.
(Foto: Ford)

Ford hat eine neue Rückrufaktion wegen Kupplungsproblemen für insgesamt rund 78.000 Fahrzeuge mit Ecoboost-Benzinmotor und Schaltgetriebe in Deutschland bestätigt. Die betroffenen Baureihen decken sich mit einem Rückruf aus dem vergangenen Jahr. Nun müssen aber Focus, C-Max, Galaxy, S-Max, Kuga, Mondeo und Transit Connect der Produktionszeiträume 30. Juni 2016 bis maximal 29. Mai 2018 (unterschiedlich je nach Baureihe) in die Vertragswerkstatt. Damals ging es um ältere Fahrzeuge.

Im Rahmen der Aktion „18S39“ stehen wie schon vor acht Monaten zwei unterschiedliche Abhilfemaßnahmen an. Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-System aktualisiert der Ford-Händler die Steuergeräte-Software des Antriebsstrangs. Für Fahrzeuge ohne Start-Stopp-Funktion hat der Hersteller einen alternativen Kupplungssatz freigegeben.

„Die überarbeitete Software erkennt Kupplungsschlupf bei hoher Leistungsabforderung und reduziert in diesem Falle die Motorleistung, um die Gefahr eines Bruchs der Kupplungsdruckplatte zu reduzieren“, erklärte der Markensprecher auf Anfrage. Es handele sich dabei um eine „vorbeugende Maßnahme zum Verhindern eines Bruchs der Kupplungsdruckplatte, falls die Anzeichen von Kupplungsverschleiß ignoriert werden“, betonte er.

In einem solchen Fall drohe eine Überhitzung, die in der Regel durch Geruchsbildung wahrnehmbar sei, so der Sprecher. Dadurch könnte die Kupplungsdruckplatte brechen und Teile der Kupplung und des Getriebes könnten Bauteile im Motorraum treffen, was schlimmstenfalls Rauchbildung und Feuer zur Konsequenz habe.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war von 76.000 betroffenen Einheiten in Deutschland die Rede. Die Korrektur hatte die Redaktion erst nach Newsletterversand erreicht.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist