Lada: Marke mit Anspruch

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Das russische Fabrikat verlässt die Geländewagennische. Symbolisch steht für diese Entwicklung der Vesta, ein neues Modell mit frischer Optik. Doch im Hintergrund passiert noch viel mehr. Lada wird attraktiv für den Handel – und sucht Partner.

Lada ist Marktführer in Russland. Dementsprechend selbstbewusst sind die dortigen Showrooms. Einzelne Elemente sollen auch nach Deutschland kommen.
Lada ist Marktführer in Russland. Dementsprechend selbstbewusst sind die dortigen Showrooms. Einzelne Elemente sollen auch nach Deutschland kommen.
(Bild: Avtovaz)

In einem großzügigen, hellen Schauraum empfangen die Lada-Modelle Vesta, Granta, X-Ray, 4x4 Urban, Kalina und Largus die Kunden. Auf Hochglanz poliert decken Limousine, SUV, Geländewagen, Kleinwagen und Van die wichtigsten Fahrzeugsegmente ab und machen das Fabrikat zum Marktführer. Zugegeben, dieser Schauraum steht in Russland, doch perspektivisch will – oder muss – sich Lada hierzulande modernisieren. Die Marken-CI in Orange und Anthrazit soll in abgespeckter Form auch in Deutschland einziehen. Entsprechende Flaggen haben die aktiven Lada-Händler bereits aufgezogen. In der Lada-Zentrale in Neu-Wulmstorf sind ein Pylon und Außenaufsteller (Beachflags), Polo-Shirts, Kugelschreiber, Notizbücher, Tassen etc. in den beiden neuen Lada-Signalfarben erhältlich.

Im Vergleich zu vielen anderen Fabrikaten sind diese Maßnahmen kleine Schritte, doch für Lada Deutschland ist die Entwicklung der letzten Monate eine grundsätzliche Veränderung. „Wir müssen funktionierende Prozesse für mehr Volumen schaffen, beginnend beim Import über die Aufbereitung, die Auslieferung und schließlich die Übergabe an den Kunden“, hatte Dieter Trzaska, Geschäftsführer von Lada Deutschland, im Frühjahr angekündigt. Inzwischen wurde Personal aufgebaut und der Internetauftritt professionalisiert, das Marketing verstärkt.