Lamborghini will Rekordabsatz weiter ausbauen

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Lamborghini hat den weltweiten Absatz im Jahr 2019 um mehr als 40 Prozent erhöht. Der Kurs soll sich in diesem Jahr fortsetzen. Allerdings ist der Architekt des Verkaufserfolgs nicht mehr dabei. Als Vertriebsvorstand übernimmt Giovanni Perosino die Verantwortung.

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Giovanni Perosino ist seit dem 1. Januar Chief Commercial Officer von Lamborghini.
Giovanni Perosino ist seit dem 1. Januar Chief Commercial Officer von Lamborghini.
(Bild: Lamborghini)

Die stark wachsende Luxusmarke Lamborghini hat seit Jahresstart einen neuen Vertriebschef. Wie die Italiener erst verspätet bekannt gaben, hat Giovanni Perosino zum 1. Januar als Chief Commercial Officer (COO) die Leitung des internationalen Vertriebs übernommen. Sein Vorgänger Federico Foschini ist im Lamborghini-Vorstand zum Chief Procurement Officer ernannt worden.

Foschini hat Handelswissenschaften studiert und begann seine Vertriebskarriere bereits 1991 bei der Mailänder Werbeagentur DMB&B. Nach weiteren Stationen kam er 2001 als Marketing- und Kommunikationsleiter für die Marke Lancia und später für Fiat in die Automobilbranche. 2010 verließ er den italienischen Hersteller als Vice President Marketing Communication, um zu Volkswagen zu wechseln. Für die Wolfsburger war er als Vice President Marketing Communication tätig. In 2014 übernahm er die gleiche Position für Audi, die er bis zu seinem Wechsel zu Lamborghini innehatte.

Perosino übernimmt einen gut laufenden Vertrieb. Im Geschäftsjahr 2019 ist der Absatz der Volkswagenkonzerntochter stark gewachsen. 8.205 Fahrzeugauslieferungen sind nach Angaben der Italiener ein Auslieferungsplus von 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Damit kletterte der Jahresabsatz von Lamborghini das neunte Jahr in Folge und erreichte erneut einen neuen Höchststand.

Mit dem neuen COO an der Spitze soll der Absatz von Lamborghini weiter wachsen. Das Geschäftsjahr 2020 sieht vor, neue Modelle und Initiativen im Rahmen von exklusiven und personalisierten Veranstaltungen und Events für Kunden und Medienvertreter zu präsentieren. In Genf wird der Hersteller daher nicht vertreten sein.

Lamborghini hat weltweit derzeit 165 Händlerstützpunkte in 51 Ländern und drei Absatzregionen. Alle Regionen legten im vergangenen Jahr mehr oder weniger deutlich zu. In Europa (inklusive Mittlerer Osten und Afrika) kletterten die Verkäufe um 28 Prozent auf 3.206 Einheiten, in Amerika ging es 45 Prozent aufwärts (2.837 Einheiten). Am stärksten aber wächst derzeit das Geschäft im Asien-Pazifik-Raum: um 66 Prozent auf 2.162 Einheiten.

Sortiert nach nationalen Märkten verkauft Lamborghini in den USA mit 2.374 Einheiten am meisten, gefolgt von China, Hong Kong und Macau (770), UK (658), Japan (641), Deutschland (562), dem Mittleren Osten (387), Kanada (376) und Italien (370). All diese Märkte konnten ihre Auslieferungszahlen deutlich steigern und nationale Absatzrekorde erzielen. Beide Supersportwagen-Modellreihen konnten starke Absatzwerte verzeichnen.

Modellseitig geht das Wachstum nicht zuletzt auf das SUV Urus zurück. In seinem ersten vollen Verkaufsjahr 2019 gab es eine Absatzsteigerung um 182 Prozent auf 4.962 Fahrzeuge. Technologisch setzt Lamborghini künftig auf Hybrid-Fahrzeuge. Alle neuen Supersportwagen-Modellgenerationen sollen nach und nach mit diesem Antrieb verfügbar sein.

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