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Lidl-Fiats schon ausverkauft – FCA kontert die 89-Euro-Rate

Autor: Jens Rehberg

Lidl hat innerhalb von gerade mal einer Woche 1.000 Leasingverträge für das Autohaus König vermarktet. Um seine Vertriebspartner zu besänftigen, hat FCA auf Anregung des Händlerverbands ein ähnliches Programm aufgelegt.

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(Bild: Lidl)

FCA Deutschland hat auf die medienwirksame Lidl-Aktion reagiert und ein attraktives Angebot für seine Partner gestrickt. Derweil ist das Bestell-Tool auf der Aktions-Website lidl-autos.de geschlossen – die 1.000 vom Autohaus König angebotenen Fiat-500-„Pop-Stars“ sind bereits komplett verleast. Seit Freitag letzter Woche können nun alle Fiat-Händler bei der Lidl-Rate von 89 Euro zumindest mithalten. Aus einer gemeinsamen Initiative des Fiat-Händlerverbands, der FCA-Bank und des Importeurs entstand kurzfristig eine Aktion, mit der die Fiat-Partner ihren Kunden bis Ende Februar ein Finanzierungsangebot mit einer Rate von ebenfalls 89 Euro anbieten können.

Dabei bekommen die Autohaus-Kunden eine besser ausgestattete Version des 500 als Lidl sie angeboten hat. Den vom Discounter beworbenen „Pop Star“ hat FCA Deutschland zeitgleich mit dem Start der eigenen Aktion aus dem Programm genommen. Die Finanzierungsaktion kommt nun für die „Lounge“-Variante, die unter anderem Alufelgen, Tempomat und bessere Sitze als die „Pop-Star“-Version hat. Zudem sind die Aktionsfahrzeuge frei konfigurierbar. In der Kundenkommunikation wird mit einem Händlernachlass von knapp 30 Prozent geworben. Dabei kommt für die Kunden nach 46 Monatsraten zu je 89 Euro noch eine Schlussrate von knapp 8.000 Euro hinzu. Zudem können die Konditionen der Aktion vom Händler nur in Verbindung mit einer Neuwagen-Anschlussgarantie abgerufen werden.

„Jeder Händler kann nun die Lidl-Rate mitgehen – das ist ein sehr gutes Angebot“, kommentierte Fiat-Händlerverbandschef Wilfried Blöbaum am Mittwoch auf Anfrage das neue Finanzierungsangebot.

Lidl ist unterdessen mit dem Ausgang seiner Online-Leasingaktion sehr zufrieden. Bereits am Dienstagmittag seien die 1.000 Verträge vergriffen gewesen. „Alle bestellten Fahrzeuge werden in den kommenden Wochen planmäßig ausgeliefert“, versicherte der Discounter auf Anfrage. Der schnelle Ausverkauf zeige, dass man mit der Aktion den Zeitgeist getroffen habe. Ob es künftig weitere Aktionen dieser Art geben werde, dazu wollte sich eine Sprecherin nicht äußern.

König sieht gute Chancen für Anschlussverträge

Wie der Geschäftsführer des ausliefernden Autohauses König, Dirk Steeger, »kfz-betrieb« am Mittwoch sagte, wird lidl-autos.de den Bestellprozess ab dem morgigen Donnerstag noch einmal für kurze Zeit öffnen. „Wir haben noch ein paar Autos in Reserve und wollen Kunden nicht verärgern, die mit ihrer Wunschfarbe nicht zum Zug gekommen sind“, so der Berliner Händler.

Laut Steeger konnte Lidl trotz der Beschränkung auf drei Auslieferungsorte eine bundesweite Kundschaft für die Aktion gewinnen. „Wir verarbeiten die Verträge gerade – viele Kunden kommen aus Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.“ Über die Vermarktung der Rückläufer macht sich Steeger keinerlei Sorgen. „Wir sind schon lange im Geschäft und wissen, wie das geht." Zudem setzt er auf gute Chancen für Anschlussverträge.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«