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Lidl bietet online den Fiat 500 an – Importeur distanziert sich

Autor / Redakteur: cb/gr/jr / Andreas Grimm

Der Autoverkauf über alternative Vertriebskanäle geht in eine neue Runde: Seit heute können Kunden einen Fiat 500 komplett online bei Lidl leasen. Der Händlerverband ist damit allerdings nicht einverstanden.

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(Bild: Lidl)

Der Neuwagen als digital bestellbare Massenware – Lidl rückt den Automobilvertrieb wieder ein bisschen mehr in diese Richtung. Seit heute, 4. Februar, bietet der Discounter unter www.lidl-autos.de konfigurierbare Fiat 500 als Leasingfahrzeuge ab 89 Euro im Monat im Onlineshop an. Im Preis inbegriffen sind ein Neuwagen mit Parksensoren und Klimaanlage, die Überführung zu einem von drei möglichen Abholorten sowie die Zulassung.

Zunächst steckt dahinter ein Aktionsangebot, das auf 1.000 Fahrzeuge und bis zum 30. April begrenzt ist. Partner von Lidl ist vordergründig das digitale Start-up Vehiculum, das laut seiner Webseite verschiedenste „Top-Leasing-Deals“ verspricht, etwa einen Seat Mii für 55 Euro oder einen Opel Corsa ab 68 Euro.

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Als Abholorte können die Fiat-500-Käufer drei Städte auswählen: Berlin, Erfurt oder Halle – dahinter stehen Standorte des ausliefernden Autohauses Gotthard König. Das Leasing wird in drei Stufen angeboten: 24, 36 oder 48 Monate. Die Laufleistung beträgt 10.000 oder 15.000 Kilometer im Jahr.

„Mit diesem Angebot ermöglichen wir es unseren Kunden, schnell und unkompliziert ein Auto zu leasen”, sagt denn auch Michael Nieberl, Geschäftsleitungsmitglied bei Lidl Digital. Tatsächlich soll der Kaufprozess in 15 Minuten abgeschlossen sein. Dafür nutzt Vehiculum laut Pressemitteilung die Online-Identifizierung und den digitalen Vertragsabschluss durch ID-now sowie die schnelle Online-Bonitätsprüfung von Fin-Tec-Systems. Den Leasing-Vertrag selbst schließt der Kunde mit der Santander-Bank.

Importeur prüft rechtliche Schritte

Wie ein Sprecher von FCA Deutschland auf Anfrage von »kfz-betrieb« mitteilte, ist die Lidl-Aktion nicht mit dem Importeur abgestimmt. Man distanziere sich von dem Angebot, sagte der Sprecher. Und weiter: „FCA Germany wird rechtliche Schritte gegenüber allen Beteiligten prüfen und gegebenenfalls einleiten.“

Beim Fiat-Händlerverband ist man ebenfalls nicht erfreut über die Discounter-Kampagne. „Auf den ersten Blick stellt sich Lidl hier für uns als nicht autorisierter Wiederverkäufer dar, deswegen halten wir die Aktion für nicht zulässig“, sagte Händlerverbandschef Wilfried Blöbaum im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Auch sein Verband prüfe derzeit die Einleitung rechtlicher Schritte.

Der auf der Microsite Lidl-autos.de angebotene Fiat 500 „Pop Star“ ist in vier Farben wähl- und lieferbar und wird von einem 1,2 Liter großen, 51 kW/69 PS starken Vier-Zylinder-Benziner angetrieben. Zur Sonderausstattung gehören laut Lidl zusätzlich zu den Merkmalen der Pop-Star-Linie ein Lederlenkrad mit Mulifunktionstasten, 15-Zoll-Stahlfelgen sowie ein Bluetooth-Radio. Der kombinierte Verbrauch liegt den Angaben zufolge bei 5,1 Litern, die CO2-Emissionen bei 116 g/km. Serienmäßig wird der Fiat 500 mit Sommerreifen ausgeliefert. Wer das optionale Reifenpaket hinzubucht, erhält dafür einen zusätzlichen Satz Winterreifen auf Stahlfelge mitgeliefert.

Optional können die Kunden das „Lidl-Auto“ ohne weitere Leistungen leasen. Zudem gibt es auch ein Full-Service-Angebot mit Kfz-Versicherung und Wartung (für zusätzlich 68 Euro im Monat), das in einer weiteren Ausbaustufe auch mit Winterreifen (für weitere 6 Euro im Monat) erhältlich ist.

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