Lotus bringt verbesserte Derivate von Elise und Exige

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Lotus hat gleich zweimal zur Leichtbau-Kompetenz gegriffen und zwei Modelle ein bisschen verbessert. Herausgekommen ist eine Exige mit mehr Power und eine abgespeckte Elise.

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Lotus gibt sich mit der „Exige Cup 380“ extrem sportlich – und extrem leichtfüßig.
Lotus gibt sich mit der „Exige Cup 380“ extrem sportlich – und extrem leichtfüßig.
(Bild: Lotus)

Lotus hat sich über die Jahre einen Namen für extremen Leichtbau, agiles Handling und besondere Fahrzeuge gemacht. In den Neuheiten des Modelljahrgangs kommt diese Kompetenz einmal mehr zum Tragen. Die Briten bieten die Exige nun als „Cup 380“ an, eine Supersport-Version mit – nomen est omen – 380 PS. Zudem hat die bereits leichtgewichtige Elise nochmals ein Diätprogramm durchlaufen.

Eigentlich war die Diät der Elise überflüssig, doch Herausforderungen reizen eben so lange, bis sie umgesetzt sind. Also hat Lotus doch an der Gewichtsschraube gedreht und mit der Version Sprint die 800-Kilo-Schallmauer unterboten. Auf 798 Kilogramm Trockengewicht kommt der Sportroadster „Elise Sprint“ nun.

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Eingespart wurde gleich an mehreren Stellen. Größter Posten mit 9 Kilogramm ist eine Lithium-Ionen-Batterie als Ersatz für den klassischen Bleiakku. Carbon-Rennschalen sparen 6 Kilogramm, geschmiedete Aluräder 5 Kilogramm, die neuen Bremsen 4 Kilogramm. Das Polycarbonat-Heckfenster und einige Carbonbauteile lassen ebenfalls die Pfunde schmelzen. Sehenswert im Innenraum ist zudem die zu den Seiten offene Leichtbau-Verkleidung für den Schalthebel, dank der sich ein Teil der Mechanik freiliegend präsentiert.

Angeboten wird die Version Sprint in den beiden verfügbaren Motorvarianten mit 100 kW/136 beziehungsweise 162 kW/220 PS. Dank der Gewichtsreduzierung sollen jeweils kürzere Sprintzeiten drin sein. Die schwächere Elise sprintet aus dem Stand auf 100 km/h in 6,3 Sekunden, die stärkere Version namens braucht dafür 4,5 Sekunden. Für die bessere Performance der bereits bestellbaren Varianten muss man auch tiefer in die Tasche greifen: Rund 47.000 respektive 56.000 Euro kosten die Leichtbau-Elisen.

Trotz der Verbesserung ist die Elise Sprint in der Lotus-Familie eher das Modell für die Fahranfänger. Deutlich agiler sind die Exige-Modelle, und nun insbesondere das am Rennsport orientierte Modell „Exige Cup 380“. Für das Auto haben die Briten ihre Leichtbau-Kompetenz auf die Spitze getrieben. 1.057 Kilogramm wiegt das britische Federgewicht. Außerdem produziert das Rennstrecken-Spielzeug dank neuem Frontsplitter, Diffusor und Spoiler – wie auch das Dach alles aus Carbon – nun 200 Kilogramm Abtrieb. Neue Luftauslässe in den vorderen Radkästen reduzieren den Auftrieb an der Vorderachse.

Für die Passagiere ergeben sich 380 PS, 282 km/h und in 3,6 Sekunden von null auf hundert als fahrdynamische Eckdaten. Die Kombination aus hoher Motorleistung, geringem Gewicht und deutlichem Abtrieb können die beiden Passagiere in einem Alcantara-Cockpit mit Carbon-Schalensitzen genießen. Optional gibt es einen Überrollkäfig und Hosenträgergurte. Eine zwölffach verstellbare Traktionskontrolle ist beim Cup 380 serienmäßig auch mit an Bord.

Der Nachteil: Das Gesamtpaket ist auf lediglich 60 Exemplare limitiert – weltweit. Dafür liegt der Kaufpreis mit 109.900 Euro unter schwereren Sonder-Modellen wie dem kürzlich vorgestellten BMW M4 „Clubsport“ (rund 117.000 Euro).

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