Lueg Bochum holt sich den Service Award 2013

Autor / Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz / Andreas Grimm, Andree Stachowski

Ein spezielles Konzept zur Service-Annahme und eine vorbildliche Personalentwicklung haben in diesem Jahr den Ausschlag für den Gewinn der Branchenpreise in den Kategorien Pkw und Nfz gegeben.

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(Foto: Reiner Wengel)

Das Mercedes-Autohaus Lueg in Bochum und der MAN-Vertreter Stegmaier Nutzfahrzeug GmbH in Kirchberg haben das diesjährige Rennen um den Service Award gewonnen. Die beiden Betriebe siegten in ihren Fahrzeugkategorien Pkw bzw. Nutzfahrzeuge, indem sie mit ihren eigenen Ansätzen sowohl die Kunden als auch die Jury überzeugten. Insgesamt hatten sich über 300 Bewerber um den zum 18. Mal vergebenen „Branchenoscar“ beworben.

Vergeben wird der Branchenpreis von der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« mit Unterstützung der Sponsoren Berner, Fuchs Europe und Pirelli Deutschland. Vertreter der Sponsoren und der Redaktion hatten sich dazu im Rahmen einer fast 4.000 km langen Juryrundreise selbst ein Bild von den Leistungen der Top-Ten-Betriebe gemacht und waren dabei auf eine Fülle außergewöhnlicher Ideen im Service gestoßen.

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»kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel überreichte den Branchenpreis gemeinsam mit den Vertretern der Sponsoren an die Sieger. Vor der Preisverleihung hob Michel besonders hervor, dass die besten Servicebetriebe ihre Kunden häufig mit kreativen und innovativen Marketingideen ansprechen und das es sich um einen markenübergreifenden Wettbewerb handelt. Insofern sei jeder der platzierten Betriebe auch ein Gewinner, betonte der Chefredakteur. In der Regel würden sich die Betriebe nicht allein auf ihre Hersteller verlassen, sondern selbst Kundendienstaktionen entwickeln, die im eigenen Markt gut ankommen.

Eine historische Leistung gelang mit ihrem vorbildlichen Service der Stegmaier GmbH. Sie ist der erste MAN-Betrieb, der den Service Award in der Kategorie Nutzfahrzeuge gewonnen hat. „Wir sind überwältigt“, kommentierte Hermann Stegmaier die Auszeichnung. Sein Unternehmen hatte die Jury unter anderem mit einem selbst entwickelten Drive-in-Annahme-Konzept überzeugt.

Das strategisch wichtige Thema Personalentwicklung im Service war der Jury dagegen in der Kategorie Pkw den ersten Platz wert. Das Mercedes-Benz-Autohaus Lueg überzeugte mit einem durchgängigen Entwicklungskonzept für die Mitarbeiter. Der Führungsnachwuchs der Lueg-Gruppe kommt allein aus dem sogenannten „Goldfischteich“. Hierin schwimmen die Mitarbeiter, die mehr wollen und die speziell gefördert werden.

Service Award 2013
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Neben den Erstplatzierten schafften es in der Kategorie Pkw das Nissan-Autohaus MKN Huber in Wasserburg und die Mercedes Niederlassung in Nürnberg auf das Siegertreppchen. Letztere musste sich allerdings ihren dritten Platz mit dem Mercedes-Autohaus Jürgens in Hagen teilen. Neben den Marken der Erstplatzierten werden von den anderen Top-Ten-Betrieben die Fabrikate Mazda Opel, Seat, VW, Audi und Peugeot vertreten.

Bei den Nutzfahrzeugen belegte die Daimler-Niederlassung Mainfranken in Würzburg den zweiten Platz. Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen eroberte die DAF-Berlin Vertriebs- und Service GmbH in Großbeeren.

Hülsdonk lobt Vorbildfunktion der Sieger

Die Vorbildfunktion der ausgezeichneten Servicebetriebe für die Kfz-Branche stellte ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk an einem plastischen Beispiel heraus. Von den Siegerbetrieben mit ihrer Fülle an kreativen Serviceideen habe auch er gelernt und viele davon in seinem eigenen Betrieb schon umgesetzt. „Es ist der Service, der die Branche zusammenschweißt, da hat das Gewerbe insgesamt mit den gleichen Problemen zu kämpfen“, erklärte Hülsdonk. Umso mehr sollte das Gewerbe vernünftige Geschäftsideen aufgreifen.

In diesem Zusammenhang griff Hülsdonk auch den jüngst veröffentlichten ADAC-Werkstatttest auf. 73 Millionen Aufträge im Jahr 2012 hätten gerade mal zu 0,01 Prozent Reklamationen an den Schiedsstellen der Kfz-Innungen geführt. „Das spricht für die Leistungsfähigkeit des Kfz-Gewerbes“, sagte der Bundesinnungsmeister.

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Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

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Chefredakteur, Redaktion »Fahrzeug+Karosserie«