Neue Generation Maha setzt bei Bremsprüfständen auf Vernetzung

Autor: Steffen Dominsky

Unter dem Namen „Connect“ hat der Haldenwanger Werkstattausrüster eine neue Generation von Bremsprüfständen vorgestellt. Maha will die Kunden vor allem mithilfe einer digitalen Vernetzung der Prüfstände bei zugleich robuster Mechanik überzeugen.

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„Connect“ heißt die neueste Genration von Bremsprüfstäden aus dem Hause Maha. Sie deckt die Größenklassen 1 bis 20 Tonnen ab.
„Connect“ heißt die neueste Genration von Bremsprüfstäden aus dem Hause Maha. Sie deckt die Größenklassen 1 bis 20 Tonnen ab.
(Bild: Maha)

Maha hat eine neue Generation von Bremsprüfständen in der Kategorie 1 bis 20 Tonnen vorgestellt. Wie der Produktname „Connect“ suggeriert, stand bei der Weiterentwicklung der Maha-Prüfstände das Thema „digitale Konnektivität“ im Vordergrund.

Kunden sollen die Möglichkeit haben, jedes Smartphone, Notebook oder Tablet, jeden PC oder Smart-TV drahtlos anzubinden und als Anzeigeeinheit zu nutzen. Dabei ist es nicht erforderlich, eine App oder eine Software zu installieren. Es wird lediglich ein aktueller Webbrowser benötigt.

Egal welches Anzeigegerät: Die neuen Connect-Prüfstände „sprechen“ mit jedem von ihnen.
Egal welches Anzeigegerät: Die neuen Connect-Prüfstände „sprechen“ mit jedem von ihnen.
(Bild: Maha)

Dank einer digitalen Verbindung kann der Kundendienst künftig auf Wunsch auch Ferndiagnosen per Internet durchführen. Um den Prüfstand zu betreiben, wird laut Maha jedoch nicht zwingend eine Internetverbindung gebraucht. Es ist möglich, auch per Kabel eine Netzwerkverbindung herzustellen und eine klassische mechanische Anzeigeeinheit zu nutzen. Dank einer Verbindung mittels CAN-Datenbus kann der Schaltschrank beliebig, dezentral angebracht werden.

Für das Entwicklerteam galt es folgende zehn Hauptziele zu erfüllen:

  • 1. Solide und stabile Ausführung
  • 2. Modulares Interfacemodul in der Bodengruppe
  • 3. Sichere und digitale Datenübertragung
  • 4. Modularer Schaltschrankaufbau
  • 5. Multiflexible Anzeigemöglichkeiten „unlimited“
  • 6. Einfache Inbetriebnahme
  • 7. Einfache Wartung und Service
  • 8. Sicherer Betrieb
  • 9. Optimierte Kalibrierung und Justage
  • 10. Integrierte und erweiterbare Software beziehungsweise Schnittstellen

Auch mit mechanischen Werten punkten

Maha verspricht, mit der neuen Prüfstandgeneration auch im mechanischen Bereich zu punkten. So sollen die Connect-Bremsprüfstände ihren Nutzern eine hohe Ausfallsicherheit bieten. Dazu verfügen sie unter anderem über eine sehr robuste Bodengruppe mit qualitativ hochwertigen Komponenten. Die Grundkonstruktion besteht aus sechs Millimeter starkem Stahl. Gegengelagerte und damit vibrationsarme, aufgehängte Motoren mit Spritzwasserschutz sollen für eine lange Lebensdauer sorgen. Sogenannte Namur-Schalter sollen ein präzise Drehzahlerkennung der Rollen ermöglichen. Das modulare Interface innerhalb der Bodengruppe kommt in quasi wasserdichter Ausführung daher.

Zusätzlich soll der modulare Aufbau des Prüfstands die Zukunftsfähigkeit gewährleisten. Dank Plug-and-Play-Technologie soll eine überaus schnelle Erweiterung/Ergänzung und zugleich einfache Wartung des Prüfstands möglich sein; den Kunden soll dies eine maximale Flexibilität bescheren.

Der Verkauf der neuen Connect-Prüfstände startet in der Pkw-Ausführung im Januar. Im zweiten Quartal 2021 soll eine Variante für Nutzfahrzeuge folgen.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group