Umrüstung

MAN TGE mit Raupenantrieb – Gipfelstürmer auf Ketten

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Zwar kostet die Umrüstung rund 30.000 Euro. Doch gemessen an einem mindestens zehnmal so teuren Pistenbully ist das ein echtes Schnäppchen, wirbt Bonara. Und ein vernünftiges All Terrain Vehicle etwa von Polaris ist auch nicht viel billiger. Kein Wunder also, dass sie bei MAN in Innsbruck bereits rege Nachfrage registrieren und für den nächsten Winter mit den ersten Aufträgen rechnen.

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Für den Fahrer fühlt sich der TGE auf Ketten an wie jeder andere auch – wenn man sich erst einmal auf den Hochsitz hinter dem Lenkrad gehangelt hat. Denn der Zustieg erfordert bei nun bald einem halben Meter Bodenfreiheit durchaus ein wenig sportliches Geschick.

Doch danach ist alles wie immer: Die Kraft des 177 PS-Diesels wird wie gewohnt über die Automatik und ein Verteilergetriebe an alle vier Räder übertragen und auch die Bremsen funktionieren unverändert. Lediglich der Wendekreis wird ein bisschen größer und das ESP schaltet der Fahrer besser aus. Und dass man lieber nicht schneller als 50 fährt, versteht sich hier in den Bergen von selbst. Drunten im Tal und auf Asphalt sind vom Zulieferer sogar 80 km/h erlaubt, wenngleich die MAN-Macher dringend von solchen Geschwindigkeiten abraten.

Hier oben am Berg dagegen kennt der Kleinbus hier kein Halten mehr: Wo auch der Pick-up der Pistenwacht stehen bleibt und jeder Geländewagen einsinken würde, walzt der TGE den 30 Zentimeter breiten Gummibändern sei Dank munter über den Schneewall und danach die Abfahrt hinauf, als wäre sie eine Autobahn.

An in den Tiefschnee

Und weil die Jungs aus der Niederlassung beweisen wollen, was ihr Klettermaxe so alles draufhat, biegt der Transporter nach ein paar hundert Metern ab in den Tiefschnee, quert die Buckelpiste und lässt sich auch von einem breiten Bachlauf nicht stoppen. Wo andere mühsam zur Jausenstation laufen müssen, fahren sie bis direkt an die Sonnenterasse – dumm nur, dass es dort derzeit keinen Service gibt.

Während die Pistenbullys sich schon so langsam auf die Schneeschmelze vorbereiten und damit auf einen langen und vor allem teuren Sommer des Stillstands in irgendeiner großen Halle, hat die MAN-Mannschaft beim Blick auf Kalender und Temperaturen keine Bange. Denn wenn das Frühjahr beginnt, kann ihr Raupentransporter noch eine weitere Stärke ausspielen: Es dauert nicht viel länger als ein normaler Reifenwechsel, dann sind die Ketten wieder gegen die Räder getauscht und der TGE fährt auf Gummi zum Gipfel. Schließlich wollen die Wanderer auch im Sommer gebührend verpflegt werden.

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