Renault „Manchmal ist es besser, ein Geschäft nicht zu machen“

Das Gespräch führte Yvonne Simon

Wert statt Volumen, Privatkunden statt Flotten – Renault stellt das Geschäftsmodell um. Deutschland-Geschäftsführer Markus Siebrecht erklärt, in welche Richtung sich der Importeur entwickelt und wie es mit den Händlerverträgen weitergeht.

Renault-Deutschland-Geschäftsführer Markus Siebrecht will den Fokus künftig auf Privatkunden legen.
Renault-Deutschland-Geschäftsführer Markus Siebrecht will den Fokus künftig auf Privatkunden legen.
(Bild: Renault)

Redaktion: Sie waren über zehn Jahre bei Audi, seit Oktober sind Sie Geschäftsführer bei Renault in Deutschland. Wo gefällt es Ihnen besser, beim Premiumhersteller oder beim Importeur?

Markus Siebrecht: Das kann man nicht vergleichen. Jede Kultur hat ihre Vor- und Nachteile. Renault ist seit vielen Jahren ein großer Importeur in Deutschland, der auf Basis kleinerer Modelle gewachsen ist. Man findet hier einen anderen Spirit als bei einem deutschen Großkonzern, der viel stärker industrialisiert ist.

Welchen Eindruck haben Sie vom Händlernetz?

Das Renault-Händlernetz ist aus meiner Sicht noch sehr traditionell. Es gibt noch sehr viele kleine Betriebe. Über die kommenden Jahrzehnte wird sich hier sicher einiges verändern, und das muss es auch. Die Konsolidierung wird weiter voranschreiten. Es hat noch nicht jeder Händler zu hundert Prozent entschieden, wo er in Zukunft stehen und welche Rolle er spielen will.