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Markt für gebrauchte Reisemobile läuft heiß

| Autor: Andreas Grimm

Der Boom der Reisemobile ist derzeit auch deutlich im Markt für gebrauchte Fahrzeuge zu erkennen. Der ist nach Angaben des Branchenverbands CIVD ziemlich leergefegt. Das Angebot könnte die Nachfrage zum Teil nicht mehr befriedigen.

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Das mobile Reisen ist in, Freizeitmobile aller Art sind neu wie gebraucht sehr gefragt.
Das mobile Reisen ist in, Freizeitmobile aller Art sind neu wie gebraucht sehr gefragt.
(Bild: CIVD)

Freizeitfahrzeuge sind derzeit eine gute Wahl, die Nachfrage ist hoch – nicht zuletzt bei Gebrauchtfahrzeugen. Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Nach Angaben des Caravaning Industrie-Verbands Deutschland (CIVD) ist „der Trend zur Urlaubsform Caravaning auch 2019 ungebrochen“. Und weil Neueinsteiger vielleicht nicht direkt auch zum Neufahrzeug greifen, verkaufen sich seit einiger Zeit auch gebrauchte Freizeitmobile sehr gut.

Zwischen Januar und Mai wechselten laut Kraftfahrt-Bundesamt 63.444 gebrauchte Freizeitfahrzeuge den Besitzer. Das sind 7,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Jahres 2018. Dabei wurden gebrauchte Reisemobile 32.396 Mal umgeschrieben. Das sind kräftige 12,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Auch die Besitzumschreibungen von Caravans stiegen seit Jahresbeginn. 31.048 gebrauchte Modelle bedeuten ein Plus von 3,0 Prozent.

„Das hohe Kaufinteresse an gebrauchten Freizeitfahrzeugen zeigt die enorme Popularität von Urlaub mit Caravan und Reisemobil. Teilweise übersteigt die Nachfrage sogar das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt“, erklärt CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. „Trotz des bereits hohen Niveaus dürfte der Bedarf vor allem bei Reisemobilen in den kommenden Monaten weiter wachsen.“

Gleichzeitig expandiert der Markt für Neufahrzeuge immer weiter. In den ersten fünf Monaten des Jahres Jahr wurden 43.986 Fahrzeuge neu zugelassen. Das ist ein Plus von 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – und das beste jemals erfasste Ergebnis für einen Jahresstart. Die Neuzulassungen verteilen sich dabei auf 14.149 Caravans (+12,2 %) und 29.837 Reisemobile (+15,3 %).

Die hohe Nachfrage ist dabei kein deutsches Phänomen, auch auf europäischer Ebene boomt die Branche. Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen stiegen in Europa um 5,3 Prozent –allerdings gemessen zwischen Januar und April, aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor. Neben Deutschland verzeichnen auch Spanien (+ 38,2 %), Belgien (+ 11,0 %) und die Schweiz (+ 15,1 %) starke Zuwächse.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«