Maserati Levante: Italienischer Fremdgänger

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Die für manche Maseratisti wohl etwas zu leichtgängige hydraulische Lenkung lässt sich zumindest im Alltagsbetrieb gut bedienen. Bei der zeitweiligen Kurvenhatz auf norddeutschen Landstraßen wäre in der Tat mehr Rückmeldung über die Lenkung an die Handoberflächen des Fahrers wünschenswert. Aber welcher SUV-Kunde twistet schon um enge Ecken? Er genießt viel lieber die erhabene Sitzposition, die Geräumigkeit oder das feine Ambiente um sich herum.

Dankbar wird er auch bei gelassener Fahrweise für den ebenfalls vom Ghibli übernommenen Allradantrieb sein. Dessen Elektronik bedient vornehmlich die Hinterachse. Erst wenn die wegen Glätte oder allzu stürmisch angegangenen Kurven aus der Fassung gerät, wandert ein Teil der Antriebskraft nach vorne. Bis zu 50 Prozent des Drehmoments können so in Bruchteilen von Sekunden verlagert werden.

Ein gelungener Späteinsteiger also, dieser Levante. Auch wenn er gegenüber seinem Hauptkonkurrenten in Sachen Assistenzsysteme Federn lassen muss. Während der Porsche Cayenne mit einem ganzen Paket an elektronischen Helferlein aufwartet, muss sich der Italiener mit ein paar Standards begnügen.

So sind immerhin Toter-Winkel-Warner oder Rückfahrkamera bestellbar. Aktive Systeme wie Spurhalte-Assistent, halbautomatisches Einparken oder Staufolge-Automatik sucht man im Maserati vergeblich. Da die angestrebte Kundschaft durchaus technikaffin ist, sollte der große Fiat-Konzern seiner feinen Tochter da schnell auf die Sprünge helfen.

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