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Maserati Rückruf: Kurzschlussgefahr durch fehlerhaften Kabelbaum

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Der Sportwagenhersteller plant einen deutschlandweiten Rückruf für insgesamt 4.115 Fahrzeuge. Aufgrund einer fehlerhaften Verlegung könnte die Isolierung des Sitzkabelbaums Schaden nehmen und einen Kurzschluss verursachen.

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Vom Rückruf sind die Maserati-Modelle Ghibli, Levante und Quattroporte betroffen.
Vom Rückruf sind die Maserati-Modelle Ghibli, Levante und Quattroporte betroffen.
(Bild: Maserati)

Maserati wird demnächst einen Rückruf für die Modelle Ghibli, Levante und Quattroporte starten. Betroffen sind die kompletten Modelljahre 2014 bis 2016, sowie einige wenige Fahrzeuge aus dem Modelljahr 2017 (Bauzeitraum insgesamt: 1. Juni 2013 bis 31. Dezember 2016). In Deutschland müssen dann 4.115 Fahrzeuge wegen einer fehlerhaften Verlegung der Fahrersitzverkabelung in die Vertragswerkstatt.

Der Sitzkabelbaum könne an Metallpunkten an der Sitzeinheit beziehungsweise am Sitzunterbau reiben, erklärte ein Sprecher der Marke auf Anfrage. „Durch die normale Nutzung der Sitzverstellung und im Lauf der Zeit kann das Sitzverstellsystem funktionsunfähig werden. In seltenen Fällen kann ein elektrischer Kurzschluss zwischen dem Sitzkabelbaum und der Motorbaugruppe für die Sitzverstellung entstehen“, sagte er. Unfälle durch einen kurzschlussbedingten Brand habe es bislang keine gegeben, betonte der Sprecher.

In der Werkstatt wird der Kabelbaum überprüft und neu verlegt. Sollten Schäden feststellbar sein, erfolgt ein Austausch des Sitz-Kabelbaums. Hierfür ist rund eine Stunde angesetzt. Die Durchführung der Aktion „342“ ist nur im EDV-System von Maserati erkennbar.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist