Suchen

Mawek: Falsch getankt – schnell abgesaugt

| Autor: Ottmar Holz

Nur einen Moment an der Zapfsäule nicht aufgepasst– schon ist Benzin im Dieseltank. Nahezu immer muss dann eine Werkstatt den Tank des Autos mit der meist explosiven Mixtur entleeren. Mit einem geeigneten Tankabsauggerät gelingt der riskante Vorgang schnell und sicher.

Firmen zum Thema

Das mobile BAS45-Absauggerät arbeitet wahlweise mit Saugsonden oder mit Adaptern für die Kraftstoffleitungsschnellkupplungen.
Das mobile BAS45-Absauggerät arbeitet wahlweise mit Saugsonden oder mit Adaptern für die Kraftstoffleitungsschnellkupplungen.
(Bild: Mawek)

Mawek Autoprüfgeräte aus dem schwäbischen Steinenbronn hat ein neues Kraftstoffabsauggerät in sein Lieferprogramm aufgenommen.

Das mobile BAS45 besteht weitgehend aus Edelstahl und verfügt über einen 45-Liter-Behälter. Es funktioniert rein pneumatisch ohne elektrisch angetriebene Pumpe. Dabei muss es nicht unbedingt dauerhaft an die Druckluftversorgung der Werkstatt angeschlossen sein. Der Anwender kann das Gerät an die Werkstattdruckluftversorgung anschließen und mit der Druckluft „aufladen“ (mit der Venturipumpe des Geräts ein Vakuum im Gerätetank erzeugen) und es dann vor Ort unabhängig einsetzen. Eine Aufladung soll für das vollständige Füllen des Gerätetanks ausreichen, also um circa 45 Liter Kraftstoff aus dem Pannenfahrzeug abzupumpen.

Der Benutzer kann den Kraftstoff wahlweise mit einer der drei mitgelieferten Sonden direkt aus dem Fahrzeugtank entnehmen. Die Sonden mit Durchmessern von sechs, acht oder zehn Millimetern sind jeweils 1,2 Meter lang. Für den Fall, dass das Absaugen per Sonde wegen der Gestaltung des Tankzulaufrohres nicht möglich ist, befinden sich im Lieferumfang des Geräts auch drei Spezialadapter für gängige Schnellkupplungssysteme der Kraftstoffleitungen vieler Automarken. Mit ihnen kann der Monteur das Diesel-Benzin-Gemisch direkt aus der Zulaufleitung vor der Kraftstoffpumpe oder dem Kraftstofffilter ansaugen. Die Förderleistung beträgt bis zu fünf Liter pro Minute. Der Luftverbrauch beträgt bei einem Vordruck von fünf bis acht bar circa 170 Liter pro Minute.

Das BAS45 verfügt über zwei Erdungskabel mit Klemmen und entspricht nach Anbieterangaben dem ATEX-Standard 94/9/CE zum Explosionsschutz. Es ist ab sofort für 839 Euro (UVP) bei Mawek erhältlich.

(ID:45255067)

Über den Autor

 Ottmar Holz

Ottmar Holz

Redakteur Service und Technik