Umfrage Mehrheit der Fuhrparkleiter beschäftigt sich mit Abos

Von Yvonne Simon

Fuhrparkleiter haben derzeit Schwierigkeiten, ihre Belegschaften mobil zu halten. Alternative Mobilitätsangebote wie Auto-Abos rücken daher verstärkt in den Fokus, wie eine DAT-Befragung zeigt. Leasing ersetzen können Abonnements allerdings nicht.

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In Fuhrparks befindet sich mittlerweile das ein oder andere abonnierte Fahrzeug.
In Fuhrparks befindet sich mittlerweile das ein oder andere abonnierte Fahrzeug.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Die aktuellen Lieferschwierigkeiten am Fahrzeugmarkt drängen Fuhrparkleiter dazu, sich mit Alternativen zum Leasing auseinanderzusetzen. Davon profitieren beispielsweise Auto-Abos. Wie eine aktuelle Befragung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) zeigt, haben sich bereits 60 Prozent der Fuhrparkverantwortlichen mit dem Thema Abo befasst – das ist eine deutliche Steigerung von 19 Prozentpunkten gegenüber Juli 2021.

Bereits ein Abo abgeschlossen haben 10 Prozent der Befragten, auch das ist ein deutliches Wachstum: Zum letzten Befragungszeitpunkt war es nur 1 Prozent gewesen. Allerdings dient die Kurzzeitnutzung derzeit wohl eher als Ergänzung, denn 77 Prozent der Fuhrparkleiter sehen die Abos nicht als Ersatz zum klassischen Leasingvertrag. Daran hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig geändert (2021: 79 %).

Um die Mobilität zu erhalten, greifen aktuell 70 Prozent auf eigene Poolfahrzeuge zurück, 64 Prozent nutzen Angebote von Autovermietungen, 4 Prozent Carsharing-Angebote und besagte 10 Prozent Abos. 11 Prozent sehen keinen Bedarf für alternative Mobilitätsangebote.

Gern gesehen sind derzeit Vertragsverlängerungen der Leasinggesellschaften: 88 Prozent der Befragten würden ein solches Angebot annehmen, wenn kein Neu- bzw. Folgefahrzeug verfügbar ist.

Diesel bleibt erste Wahl

Die Befragung thematisiert auch alternative Antriebe. Grundsätzlich ist der Diesel in den Fuhrparks weiterhin vorherrschend und macht 72 Prozent der Fahrzeuge (- 3 Prozentpunkte) aus. Benziner kommen wie im vergangenen Juli auf 14 Prozent. Bleiben noch 14 Prozent alternative Antriebe (+ 3 Prozentpunkte).

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Betrachtet man nur die alternativen Antriebe, dann findet man zum Großteil Plug-in-Hybride (48 %) und rein batterieelektrische Fahrzeuge (43 %) vor. Hinzu kommen 7 Prozent Mildhybride und 2 Prozent Autos mit Gasantrieb.

Unter den von der DAT befragten Fuhrparkleitern gab jeder an, mindestens ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb in der Flotte zu haben. 84 Prozent verfügen am Arbeitsplatz über eine Ladestation. Wie rege geladen wird, darüber gibt die Befragung aber keine Auskunft. Gut die Hälfte der Studienteilnehmer (51 %) geht jedoch davon aus, dass es Dienstwagenfahrer gibt, die ihren Plug-in-Hybrid ausschließlich als Verbrenner fahren. Nur knapp ein Drittel der Fuhrparkleiter knüpft die Bestellung eines Fahrzeugs mit Stecker zudem an bestimmte Bedingungen, zum Beispiel eine Lademöglichkeit zu Hause.

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Neuzulassungen
Flottenkunden machen knapp ein Drittel aus

Zwischen Januar und März 2022 gingen von 625.954 Neuzulassungen am deutschen Markt 64 Prozent auf gewerbliche Käufer zurück (inkl. Eigenzulassungen). Die Hälfte hiervon waren Flottenkunden. Bezogen auf alle Neuzulassungen fallen Flottenkunden mit einem Anteil von 32 Prozent ins Gewicht.

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