Meister-Pflicht muss erhalten bleiben
Europa? Ja. Aber falsche Entwicklungen müssen gestoppt und neu geregelt werden. Im Vorfeld der Europawahl Ende Mai hat der ZDK nun aus Branchensicht wichtige Forderungen gestellt.

Europa wählt. Ende Mai werden die Weichen für die weitere Entwicklung in Europa gestellt. Rund 500 Millionen europäische Bürgerinnen und Bürger können die künftige Zusammensetzung des Europäischen Parlaments bestimmen.
Dabei warten auf die 750 Parlamentsmitglieder und den Präsident zahlreiche Aufgaben. Die Erwartungen der Verbandsorganisation an die Politiker in Straßburg und Brüssel hat nun der ZDK in einem Forderungskatalog zusammengefasst, die »kfz-betrieb« auf den folgenden Abschnitten und Seiten wiedergibt.
Erhalt der Meister-Pflicht im Handwerk
„Die EU-Kommission darf den Meisterbrief als Berufszugang für das Handwerk nicht infrage stellen. Andernfalls würde die Qualität des dualen Ausbildungssystems zur Disposition stehen. Dieses System überzeugt durch Praxisnähe und flexible Gestaltbarkeit. Ohne die Ausbildungsleistung der Meisterbetriebe wären Sicherung und Förderung des Nachwuchses in der gewerblichen Wirtschaft nicht denkbar.
Die duale Ausbildung ist die wirksamste Waffe im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Mit etwa 7,4 Prozent hat Deutschland die niedrigste Quote in ganz Europa.
Das Handwerk ist tragende Säule des deutschen Mittelstands, das Kfz-Gewerbe ein wichtiger Eckstein. Nach wir vor steht der Beruf des Kfz-Mechatronikers ganz oben auf der Liste der 25 beliebtesten Ausbildungsberufe im Handwerk. Insgesamt bilden die Kfz-Meisterbetriebe zurzeit rund 87.500 Menschen in den technischen und kaufmännischen Kfz-Berufen aus.“
(ID:42671770)