Mercedes E-Klasse: Schwerelos im Innenraum

Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Jens Rehberg

Neu an der kommenden E-Klasse ist unter anderem das Interieur – der 12,3-Zoll-Doppelbildschirm scheint frei im Raum zu schweben.

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(Foto: Daimler)

Mit der neuen E-Klasse geht Mercedes nicht nur den nächsten Schritt hin zum autonomen und vernetzten Fahren; auch bei der Innenraum-Gestaltung beschreiten die Stuttgarter neue Wege. Sie ist geprägt von einem breiten, hochauflösenden Doppeldisplay mit jeweils 12,3 Zoll, das frei zu schweben scheint. Außerdem halten sogenannte Touch-Control-Buttons am Lenkrad erstmals in einem Auto Einzug. Mit ihnen kann der Fahrer das gesamte Infotainment per Finger-Wischbewegungen steuern, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

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Breites Doppeldisplay

Absoluter Blickfang im Innenraum der neuen E-Klasse sind zwei Displays mit jeweils 31,2 Zentimeter Bilddiagonale (12,3 Zoll) und einer Auflösung von 1.920 x 720 Pixel. Optisch verschmelzen sie zu einem sogenannten Widescreen-Cockpit und betonen damit die horizontale Ausrichtung des Interieur-Designs. Das Cockpit beinhaltet als Kombiinstrument ein großes Display mit virtuellen Instrumenten im Blickfeld des Fahrers sowie ein Zentraldisplay über der Mittelkonsole. Durch ein gemeinsames Deckglas entsteht so eine Flatscreen-Optik. Beim Screen-Design kann der Fahrer zwischen drei Stilrichtungen auswählen.

Das Einstiegsmodell der neuen E-Klasse kombiniert stattdessen zwei Tube-Rundinstrumente und ein 17,8 Zentimeter Kombi-Farbdisplay (1.000 x 600 Pixel Auflösung) mit einem Zentraldisplay mit 21,3 Zentimeter Bilddiagonale (Auflösung 960 x 540 Pixel). Die Rundinstrumente, das Kombiinstrument sowie das Zentraldisplay sind in einem gemeinsamen Rahmen in Hochglanz-Klavierlack-Optik installiert. Die Anzeige des Zentraldisplays kann der Fahrer seinen Bedürfnissen anpassen. Bei Nacht lässt es sich mit der Multicolor-Ambientebeleuchtung hinterleuchten – das Cockpit scheint dann zu schweben.

Je nach Getriebevariante bekommt die neue E-Klasse zwei unterschiedlich gestaltete Mittelkonsolen. Die Automatik-Fahrzeuge erhalten eine durchgehende Konsole mit dynamisch ansteigender Anbindung zum Cockpit durch das Bedienpanel in „Black Panel“-Glasoptik. Auch weitere Bedienelemente wie in den Türen sind in dieser Optik gehalten. Zwei getrennte Zierteile formen dagegen die Mittelkonsolen-Variante bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe.

Wischgesten mit den Fingern

Als weitere Innovation sind Touch-Control-Buttons in den Speichen des Multifunktionslenkrads integriert. Wie die Oberfläche eines Smartphones sind sie berührungssensitiv und reagieren deshalb exakt auf horizontale und vertikale Wischbewegungen eines Fingers. Damit kann der Fahrer alle Funktionen des Infotainments einfach, logisch und intuitiv steuern, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Ein Drücken der Buttons löst die mit Wischgesten angewählte Funktion aus. Weitere vier Tasten pro Schalterfeld sind mit den bekannten Funktionen etwa für die Lautstärkeregelung oder die Telefonsteuerung hinterlegt.

Eine weitere Eingabemöglichkeit bietet das aus der C-Klasse bekannte Touchpad auf der Mittelkonsole. Damit können ebenfalls alle Funktionen per Ein- und Mehrfingergesten bedient werden. Zudem erlaubt das Touchpad Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mittels Handschrift einzugeben. Per Handschrifteingabe erkannte Zeichen liest das System vor, so dass eine Blindbedienung möglich ist und der Fahrer den Blick nicht vom Verkehrsgeschehen nehmen muss.

Hinter der Touch-Fläche sind drei berührungssensitive Tasten angeordnet, mit denen sich wichtige Funktionen schnell und direkt bedienen lassen – die Zurück-Funktion, der Sprung zum Favoritenmenü sowie das Audio-Kurzmenü. Außer den Touch-Control-Buttons und dem Touchpad kann der Fahrer den Comand-Controller und die Sprachsteuerung Linguatronic zur Steuerung des Infotainmentsystems nutzen.

Zusätzlich gibt es Direkttasten, um etwa die Klimaanlage zu bedienen und erstmals auch, um bestimmte Fahrerassistenzsysteme aus- und einzuschalten. Den Entwicklern ging es vor allem darum, die Bedien- und Anzeigeelemente aufzuwerten und hervorzuheben sowie formal und inhaltlich schlüssig zusammenzufassen. Zu diesem Zweck setzten sie metallisierte Schalteroberflächen und Echtmetall-Bedienelemente ein.

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