Mercedes E-Klasse T-Modell: Schlauer Luxus-Kombi

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Ob man generell von einem „intelligenten Fahrzeug“ sprechen kann, wie dies der Noch-Vertriebsvorstand und künftige Entwicklungschef Ola Källenius und seine Mannschaft gerne tun, sei einmal dahin gestellt. Technologisch sieht der Schwede, der schon als Nachfolger des Konzernchefs Dieter Zetsche gehandelt wird, den E-Kombi jedenfalls zu Recht an der Spitze, überholt der Mittelklässler in dieser Beziehung doch sogar die S-Klasse.

Denn wie die Limousine verfügt nun auch das T-Modell der E-Baureihe über den „Drive Pilot“, der teilautonomes Fahren ermöglicht und das Auto in ein „sehr aufmerksames Fahrzeug“ verwandelt. Es hält den Abstand zum Vordermann, den Wagen in der Spur und vollzieht beim Überholvorgang sogar sicher die Spurwechsel, ohne dass der Fahrer selbst zum Lenkrad greifen müsste. Er muss nur vorher durch das Setzen des Blinkers seinen Wunsch kundtun. Der Drive Pilot erinnert den Fahrer, die Hände nicht allzu lange vom Lenkrad zu lassen. Und bei unübersichtlichen Verkehrslagen wie etwa an Baustellen gibt er sofort an den Piloten aus Fleisch und Blut ab. Zudem hilft der „Remote Park-Pilot“ per Fernsteuerung beim Ein- und Ausparken aus der Garage oder in engen Parkbuchten.

Mercedes E-Klasse T-Modell: Neuer und teurer
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Zum Marktstart stehen für das E-Klasse T-Modell zunächst zwei Vierzylinder-Benziner als E 200 mit 135 kW/184 PS und als E 250 mit 155 kW/211 PS sowie der E 220d mit dem völlig neu entwickelten, 143 kW/194 PS starken Vierzylinder-Diesel zur Verfügung, die bisher als einzige preislich mit einer Spannen von 48.665 bis 50.753 Euro fixiert sind. Auf ersten Testrunden durch die Holsteinische Schweiz erwies sich der Selbstzünder als harmonischer Antriebspartner für den Edel-Kombi, der mit dem Fokus auf komfortables Reisen dank eines üppigen Drehmoments von 400 Nm schon ab 1.600 Touren für nahezu alle Lebenslagen bestens gerüstet scheint. An der Tanke übt er sich bei einem Normverbrauch von 4,2 Litern auf 100 Kilometern in größter Zurückhaltung, auch wenn am Ende der realen Ausfahrt knapp unter sechs Litern zu Buche standen.

Noch in diesem Jahr soll die Palette um die beiden Diesel-Aggregate im E 200d mit 110 kW/150 PS und im E 350d mit 190 kW/258 PS sowie dem E 400 4-Matic mit 245 kW/333PS ergänzt werden, wobei der 3,5-Liter-Benziner ebenso wie der stärkste Selbstzünder ein Sixpack unter der Motorhaube haben. Sämtliche Modelle sind bei der Markteinführung mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe 9 G-Tronic ausgerüstet.

Mehrkosten als größter Nachteil

Bis dahin wird auch die erste Performance-Stufe des neuen Nobelkombis erhältlich ein. Das AMG-T-Modell E 43 4-Matic soll mit dem 295 kW/401 PS starken 3,0-Liter-V6-Biturbo, dem Neungang-Automat mit verkürzten Schaltzeiten, Allradantrieb und eigenständigem Sportfahrwerk noch mehr Fahrdynamik und Agilität bieten und dürfte bei knapp unter 80.000 Euro ohne Extras.

Und genau das ist generell das einzige Problem beim E-Klasse T-Modell. Der edle Sterne-Frachter ist zweifellos ein Kombi auf absolutem Top-Niveau – das gilt aber auch für die Preise, denn das ganze Arsenal an Sicherheits- und Assistenzsystemen bis hin zum „Drive Pilot“ ist größtenteils aufpreispflichtig. Und bei den Mehrkosten geht es dabei nicht um Tausende, sondern eher um Zehntausende.

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