Mercedes: Flatrate-Fahren bald bei Beresa und Lueg möglich

Daimler startet neues Mobilitätsangebot in Deutschland

| Autor: Dominik Faust

Der gesamte Flatrate-Prozess lässt sich über die Mercedes-me-Flexperience-App steuern.
Der gesamte Flatrate-Prozess lässt sich über die Mercedes-me-Flexperience-App steuern. (Bild: Daimler AG)

Mobilität als Flatrate kommt gerade bei Premiummarken immer stärker in Mode. Porsche, Volvo, Cadillac und Lincoln bieten dies in Europa bereits an. Im Januar hatten dann Daimler und BMW angekündigt, in den USA ein entsprechendes Pilotprojekt durchführen zu wollen. Rund zwei Monate später erklärt Daimler, nun auch in Deutschland ein entsprechendes Angebot einzuführen.

Partner für den Pilotversuch sind mit Beresa und Lueg zwei der größten Mercedes-Benz-Händler des Landes. Unter dem Label „Flexperience“ bieten sie Kunden die Möglichkeit, für eine monatlich fixe Mietrate in einem Jahr bis zu zwölf neue Mercedes-Benz Fahrzeuge auszusuchen und zu fahren.

Prozessual basiert das neue Angebot auf Mercedes-Benz Rent, dem Mietangebot der Mercedes-Benz Bank. Finanziell abgewickelt wird es über die Daimler Financial Services AG. Die monatliche Rate umfasst Versicherung, Wartung und Reparaturen bis hin zu Reifen inklusive einer Laufleistung von 36.000 Kilometern pro Jahr. Herzstück des Mobilitätsangebots ist die Mercedes-me Flexperience-App. Mit ihr können Kunden das komplette Handling der Fahrzeuge rund um die Uhr digital abwickeln.

Ein Unterschied zur herkömmlichen Fahrzeugmiete besteht darin, dass der Kunde auch die Motorisierung, Farbe und Innenausstattung des Fahrzeugs auswählen kann. Ähnlich wie bei Handyverträgen ist es zudem möglich, für den Vertrag jederzeit ein Upgrade durchzuführen. Bei Mobilitätsverträgen geht es dabei um den Wechsel in eine höhere Fahrzeugklasse.

Hoher Logistikbedarf

Welche Rolle die Händler bei Flatrate-Angeboten künftig noch spielen können, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass sie für die Abholung und Rückgabe der Fahrzeuge gebraucht werden. Doch das Konzept „Car on demand“ erfordert noch wesentlich mehr – vor allem Kapazitäten. Denn dahinter steht ein hoher Logistikbedarf und -aufwand. Immerhin verspricht Daimler seinen Kunden nichts weniger als bis zu zwölf verschiedene Autos pro Jahr. Das kann das Cabriolet fürs Wochenende sein oder ein Van für den Urlaub mit der Familie.

Kein Wunder also, dass Daimler seine größten Partner für das Pilotprojekt in Deutschland ausgesucht hat. Dort soll es in wenigen Wochen verfügbar sein, wie Lueg in einer Pressemitteilung schreibt.

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