Mercedes gießt Ur-G-Klasse in gigantischen Bernstein-Würfel

Autor: Christoph Seyerlein

Die neue Generation der G-Klasse von Mercedes-Benz feiert auf der NAIAS 2018 in Detroit ihre Weltpremiere. Besucher der Messe werden darauf direkt in der Eingangshalle unübersehbar hingewiesen.

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Mercedes hat sich zur Weltpremiere der neue G-Klasse eine besondere Marketing-Aktion einfallen lassen.
Mercedes hat sich zur Weltpremiere der neue G-Klasse eine besondere Marketing-Aktion einfallen lassen.
(Bild: Daimler)

Marketing-Strategen von Autoherstellern haben bei Automessen ein Ziel: Es gilt auf Biegen und Brechen den Auftritt der Konkurrenz in den Schatten zu stellen. Bei der diesjährigen North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit haben die Werber von Mercedes-Benz ganz gute Chancen, allen anderen die Show zu stellen.

Der Grund dafür ist 5,50 Meter lang, 2,55 Meter breit, 3,10 Meter hoch und 44,4 Tonnen schwer: Seit Freitag schmückt ein gigantischer bernsteinfarbener Kubus die Eingangshalle des Messegeländes. In dem Würfel steckt eine G-Klasse – konkret ein 280 GE – aus dem ersten Produktionsjahr 1979.

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Insgesamt 90 Tage dauerten die Vorbereitungen, um das Auto in dynamischer Form in Kunstharz zu gießen. Pro Tag wuchs der Würfel um rund drei Zentimeter in die Höhe. Das Harz „Cube“ lieferte das Unternehmen Markenfilm Crossing, die Idee zu dem Würfel stammt ursprünglich von der Mercedes-Benz Agentur Antoni.

Nun will Mercedes demnächst natürlich nicht vordergründig knapp 40 Jahre alte Modelle verkaufen. Der Hintergrund der Aktion ist folgender: Die neue Generation der G-Klasse feiert in Detroit ihre Weltpremiere. Auf den ersten Blick fällt es jedoch schwer, die neue Version von bisherigen Varianten zu unterscheiden. Von Mercedes ist das so gewollt und da kommt auch der Bernstein-Kubus ins Spiel: Er soll die die Zeitlosigkeit der Offroad-Legende versinnbildlichen.

Auch die Bernstein-Anmutung hat etwas zu bedeuten: Laut Mercedes ist das Werk „eine bewusste Anlehnung an das Naturphänomen von in Bernstein konservierten Insekten. So wie deren Erbgut ist auch die DNA der ersten G-Klasse dauerhaft bewahrt und wird von Generation zu Generation weitergegeben.“

Nach der Show in Detroit wird das extravagante Exponat übrigens nicht direkt wieder von der Bildfläche verschwinden. Auch in anderen Märkten soll der Kubus bei Marketingevents rund um die neue G-Klasse zu sehen sein.

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 Christoph Seyerlein

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Fachredakteur Next Mobility