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Mercedes macht den Actros zum Hightech-Brummi

| Autor: Yvonne Simon

Mercedes-Benz hat in Berlin den neuen Actros präsentiert. Mit der dritten Generation des Trucks versprechen die Stuttgarter teilautomatisiertes Fahren in Serie. Außerdem hat der Hersteller die Außenspiegel abgeschraubt und durch Kameras und Displays ersetzt.

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Die dritte Generation des Mercedes-Benz Actros hat keine Außenspiegel, sondern Kameras und Displays.
Die dritte Generation des Mercedes-Benz Actros hat keine Außenspiegel, sondern Kameras und Displays.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes-Benz hat die dritte Generation des Actros präsentiert. Wie der Hersteller am Mittwoch bei der Weltpremiere des Fahrzeugs in Berlin mitteilte, ist der Lkw ab der IAA Nutzfahrzeuge Ende September bestellbar. Erste Auslieferungen planen die Stuttgarter im Frühjahr 2019.

Mit einer Reihe von untereinander vernetzten Assistenzsystemen will Mercedes teilautomatisiertes Fahren serienmäßig in den Actros bringen. Zu den neuen Helfern gehört allen voran der „Active Drive Assistant“. Auf Basis von Radar- und Kamerainformationen hält er den Lkw in allen Geschwindigkeitsbereichen selbst in Kurven aktiv in der Spur, bremst ihn beim Auffahren auf vorausfahrende Fahrzeuge ab und beschleunigt dann wieder auf eine festgesetzte Geschwindigkeit.

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Weiterentwickelt haben die Stuttgarter außerdem den Bremsassistent „Active Brake Assist“, der über ein dreistufiges Warnsystem auf Hindernisse hinweist und im Notfall eigenständig bis zum Stillstand bremst. „Der Notbremsassistent kann als einziges Sicherheits-Assistenzsystem im Markt mit einer Vollbremsung auch auf Personen reagieren“, sagt Uwe Baake, Leiter Entwicklung Mercedes-Benz Lkw.

Außenspiegel durch Kameras ersetzt

Der Actros ist der erste Lkw, in dem serienmäßig die Außenspiegel durch ein Kamerasystem ersetzt sind. Es besteht aus zwei außen am Fahrzeug installierten Kameras sowie zwei 15-Zoll-großen Displays an den A-Säulen im Fahrerhaus. Durch den Wegfall der Spiegel ist der Lkw aerodynamischer – unter anderem deshalb soll der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Vorgänger um bis zu drei Prozent auf Autobahnen und um bis zu fünf Prozent im Überlandverkehr sinken.

Äußerlich soll sich der Actros durch eine neue, geschwungene Lichtsignatur abheben. Hinzu kommen ein LED-Tagfahrlicht, ein automatisches Auf- und Abblendlicht, ein automatisches Abbiegelicht und Nebelscheinwerfer. Innen hat Mercedes den Lkw mit einem „Multimedia-Cockpit“ aufgerüstet. Serienmäßig sind zwei Zehn-Zoll-Farbdisplays an Bord, von denen eines das klassische Kombiinstrument hinter dem Lenkrad ersetzt. Via Apple Car Play oder Android Auto können Fahrer ihr Smartphone verbinden.

Das Antriebsportfolio ergänzt der Autobauer mit der dritten Generation um einen Gasantrieb. Zum Einsatz im neuen Actros NGT kommt der Gasmotor „M 936 G“, der 222 kW / 302 PS leistet. Die Tanks fassen 4 x 145 Liter Gas und sind optional um weitere 4 x 100 Liter Gas erweiterbar. Im Zuge der Entwicklung des neuen Actros hat Mercedes auch den Bau-Lkw Arocs überarbeitet. Für Letzteren soll ein Teil der Assistenzsysteme aus dem Actros als Sonderausstattung bestellbar sein.

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Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel