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Mercedes-Rückruf: Bremskraftverstärker

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Zahlreiche Halter einer Mercedes-A- oder -B-Klasse sowie des CLA und GLA erhalten in diesen Tagen per Post einen Rückrufhinweis. Offenbar kann der Anschlussstutzen der Unterdruckleitung am Bremskraftverstärker brechen.

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Zum Teil braucht auch die B-Klasse einen Werkstatttermin.
Zum Teil braucht auch die B-Klasse einen Werkstatttermin.
(Bild: Daimler)

Zahlreiche Halter einer Mercedes-A- (BR 176) oder B-Klasse (BR 246), sowie des CLA (BR 117) und GLA (BR 156) erhalten in diesen Tagen per Post einen Rückrufhinweis. Bei Fahrzeugen mit Ottomotor „M270“ (Links-/Rechtslenker) oder Dieselmotor „OM651“ (Linkslenker) aus dem Produktionszeitraum von April 2011 bis April 2013 könne der zugelieferte Anschlussstutzen der Unterdruckleitung am Bremskraftverstärker brechen, erklärte ein Sprecher der Marke auf Anfrage.

„Sollte der Anschlussstutzen brechen, würde der Bremskraftverstärker nicht mehr mit Unterdruck versorgt werden. Infolgedessen würde sich die Bremskraftverstärkung sukzessive reduzieren und das Bremspedal müsste nach wenigen Bremsungen mit einem höheren Kraftaufwand betätigt werden", sagte er. In der Vertragswerkstatt wird die Unterdruckleitung des Bremskraftverstärkers ausgetauscht, wofür 60 Minuten angesetzt sind. Eine Stückzahl betroffener Fahrzeuge nannte der Sprecher nicht, es dürfte sich aber mindestens um eine höhere vierstellige Anzahl handeln.

Deutlich kleiner sind die anderen beiden Aktionen. Bei 72 E- (BR 213) und S-Klasse-Modellen (BR 222) mit bestimmten AMG-Achtzylinder-Motoren (M177 – 450 kW) „könnte die Ölzulaufleitung an den Abgasturboladern Mikroperforationen aufweisen, die sich durch Vibrationen und Temperaturwechsel ausweiten könnten, wodurch eine Ölleckage an der Ölzulaufleitung entstehen könnte“, sagte der Sprecher. Bei den Fahrzeugen, die zwischen Oktober 2016 bis Mai 2017 vom Band liefen, ist ein Tausch der Ölzulaufleitung an den Abgasturboladern vorgesehen. Zeitvorgabe: Zwei Stunden.

Ganze zwei CLS (BR 218) mit einer falschen Ausführung der Unterbodenverkleidung befinden sich laut Sprecher hierzulande in Kundenhand. „Die verbauten Unterbodenverkleidungen könnten zu kurz und dadurch nicht formschlüssig mit dem vorderen Stoßfänger verbunden sein. Wenn diese Verbindung nicht vorhanden ist, kann die Einhaltung der Anforderungen an den Fußgängerschutz nicht sichergestellt werden.“ Potenziell betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionsmonat September 2016. Die Mercedes-Werkstatt überprüft innerhalb von maximal 30 Minuten die Unterbodenverkleidung und tauscht sie gegebenenfalls aus.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist